Geschäftsbericht 2025

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Fußballspieler im blauen Japan-Trikot von adidas lächelt im Stadion. (Foto)

Kennzahlen und Ziele

E5-3 – Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Um die vielfältigen Herausforderungen in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Ressourcennutzung und Abfallmanagement anzugehen und unsere unterschiedlichen Bemühungen in diesen miteinander verknüpften Themenbereichen effektiv zu steuern, haben wir spezifische Ziele für diese Themen festgelegt. Für alle gesteckten Ziele stützen wir uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse und zu erwartende regulatorische Rahmenwerke, wie die Ecodesign for Sustainable Products Regulation, sofern vorhanden, und orientieren uns an den Zielen, die in unserem Positionspapier zur Kreislaufwirtschaft dargelegt sind. Diese Ziele werden durch die Bewertung der Verfügbarkeit von Ressourcen und Infrastrukturen in der Branche festgelegt, zu denen unsere Zulieferer Zugang haben. Danach werden die Ziele mit der Branchenpraxis verglichen und in informellen Interaktionen mit Stakeholdern validiert.

  • 10 % des verwendeten Polyesters sollen bis 2030 aus recycelten Textilabfällen stammen: Mit diesem Ziel soll der Anteil von recyceltem Polyester aus geschlossenen Kreisläufen erhöht werden. Dafür wird die Materialverwendung von Plastikflaschen als Ausgangsmaterial auf Textilabfälle als Rohstoff umgestellt und der Verbrauch von neuem Rohmaterial verringert. Dadurch wird unser Engagement für die Kreislaufwirtschaft gestärkt. Wir sind überzeugt, dass diese Initiative uns auch in die Lage versetzt, die zu erwartenden gesetzlichen Anforderungen für ein verantwortungsbewusstes End-of-Life-Management unserer Produkte zu erfüllen. Die ersten Produkte mit Textil-zu-Textil-recyceltem Polyester sind für 2026 geplant. Das Ziel gilt für den gesamten in unseren Produkten verwendeten Polyester und steht im Einklang mit den Zielen der SOPs für verantwortungsvoll beschaffte Materialien.

  • Unser Ziel, bis Ende 2024, wo technisch möglich, zu 100 % recycelten Polyester zu verwenden, wurde für den gesamten in unseren Produkten verwendeten Polyester beibehalten, um sicherzustellen, dass wir nicht zu neu hergestelltem Polyester zurückkehren. Mit dieser Verpflichtung und Leistung übertrifft unser Anteil von verarbeitetem recyceltem Polyester seit mehreren Jahren den Anteil von recyceltem Polyester in der globalen Produktion von Polyester insgesamt1 (siehe untenstehende Grafik). Die Echtheit der verwendeten recycelten Materialien wird durch renommierte Zertifizierungen von Drittanbietern wie dem Global Recycled Standard (GRS) und dem Recycled Claim Standard (RCS) bestätigt. Diese Zertifizierungen gewährleisten eine robuste Kontrollkette und minimieren das Risiko, dass Materialien unzulässig vermischt oder vertauscht werden. Dieses Ziel bezieht sich speziell auf die Steigerung der Verwendung von kreislauffähigen Materialien und die Minimierung von neuen Rohstoffen. Dies steht im Einklang mit den Zielen der SOPs für verantwortungsvoll beschaffte Materialien.

Anteil recycelter Polyester am Gesamtpolyesterverbrauch

Einsatz von recyceltem Polyester (Diagramm)
  • 100 % von Dritten zertifizierte Baumwolle: Dieses Ziel orientiert sich an den Standards von Textile Exchange zu erneuerbaren Materialien aus nachhaltiger Beschaffung: Seit Ende 2018 stammen 100 % der von uns verwendeten Baumwolle aus zertifizierten Quellen, einschließlich Bio-Baumwolle, recycelte Baumwolle und anderer von Dritten zertifizierter Baumwolle. Das Ziel umfasst das gesamte Volumen der weltweit beschafften Baumwolle und wird jährlich überprüft. Im Jahr 2025 haben wir dieses Ziel erneut erreicht. Detaillierte Daten zur Leistung im Jahr 2025 sind im Abschnitt ‚Ressourcenzuflüsse‘ weiter unten zu finden. Dieses Ziel bezieht sich speziell auf die nachhaltige Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen und steht im Einklang mit den Zielen der SOPs für verantwortungsvoll beschaffte Materialien.

  • Beschaffungskette für Rindsleder ohne Entwaldung und Umwandlung von Land (‚DCF‘) bis 2030: Das Ziel bezieht sich speziell auf die nachhaltige Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen und steht im Einklang mit den Zielen des Standards für Materialien tierischen Ursprungs. SIEHE ESRS E4-4 – Ziele im zusammenhang mit Biologischer VIelfalt und Ökosystemen

  • 98 % der Abfälle von Tier-1- und Tier-2-Zulieferern werden bis 2025 nicht mehr auf Deponien entsorgt: Dieses Ziel ist spezifisch für das Abfallmanagement. Es wurde 2021 auf der Grundlage von Branchenbenchmarks festgelegt und steht im Einklang mit unseren Richtlinien zum Abfallmanagement und unserem Programm zur Abfallvermeidung, um unsere Zulieferer bei der Verbesserung der Abfalltrennung während der Fertigung, der Wiederverwendung von ungefährlichen Abfällen und der Konzentration auf Recycling oder Energiegewinnung aus Abfällen zu unterstützen. Die weltweite Ausweitung des Programms hat dazu geführt, dass die kollektive Deponie-Umleitungsrate bei unseren teilnehmenden Zulieferern im Jahr 2025 bei 95 % lag. Die leichte Abweichung von 96 % im Vorjahr spiegelt die Einbindung neuer Zulieferer wider, was natürlich zu einer höheren Komplexität führte. Dennoch bleibt die Performance stark, und das Programm wird weiterhin effektiv skaliert. Dieses Ziel bezieht sich auf die Stufen ‚Recycling‘ und ‚Energiegewinnung aus Abfall‘ der Abfallhierarchie und steht im Einklang mit den Zielen der adidas Umweltrichtlinien und der Abfallwirtschaftsrichtlinie.

Wie bereits erläutert, befindet sich das kreislaufwirtschaftliche Ökosystem in der Bekleidungs- und Schuhindustrie in einem frühen Entwicklungsstadium. Kennzahlen und Standards für die durchschnittliche Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit in der Branche sind noch in der Entwicklung. Leitlinien für das Produktdesign in diesen wichtigen Bereichen können erst bereitgestellt und Ziele in Bezug auf Ressourcenabflüsse gesetzt werden, wenn solche Standards vorliegen, was derzeit in verschiedenen Forschungs- und Politikforen im Zusammenhang mit den EU-Leitlinien zur Durchführung einer Umweltfußabdruck-Studie für bestimmte Produktgruppen (Product Environmental Footprint Category Rules – PEFCR) und der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation– ESPR) diskutiert wird.

Alle oben genannten Ziele sind freiwillig und nicht gesetzlich vorgeschrieben.

E5-4 – Ressourcenzuflüsse

Wir haben den Anteil an recycelten Materialien und erneuerbaren Materialien aus nachhaltiger Beschaffung weiter erhöht. Im Jahr 2025 bestanden 60 % der für unsere Produkte und Verpackung verwendeten Materialien aus recycelten Materialien oder erneuerbaren Materialien aus nachhaltiger Beschaffung, was zu unseren zukünftigen Zielen und Ambitionen beiträgt (2024: 56 %).

In Produkten verwendete Materialien: Das Produktportfolio von adidas umfasst Bekleidung, Schuhe sowie Accessoires. Wir lagern den Großteil unserer Produktion an unabhängige Hersteller aus und kaufen keine nennenswerten Mengen an Materialien oder Komponenten direkt ein. Wir erfassen die in unseren Produkten verwendeten Materialien über unsere Systeme. Für diese Informationen sind wir auf die Bereitstellung korrekter Daten durch unsere Zulieferer angewiesen.

Für die Verpackung verwendete Materialien: Die Produkte werden in der Fabrik zum Schutz vor Feuchtigkeit oder Staub verpackt. Das Verpackungsmaterial besteht entweder aus Papier (z.B. Schuhkartons) oder aus recyceltem Weich-Polyethylen (rLDPE) (z.B. Polybeutel für Bekleidung und einige Arten von Accessoires). Darüber hinaus werden für den Versand von Produkten Transportverpackungen auf Papierbasis (z.B. Kartons, Wellpappe) verwendet.

Unsere Verpackungen bestehen zu 97 % (2024: 97 %) aus Papier, wovon 85 % (2024: 85 %) aus recyceltem Material bestehen. Kunststoffverpackungen machen 3 % (2024: 3 %) unseres Verpackungsmaterials aus. 98 % (2024: 83 %) davon sind recyceltes LDPE. Mehrere unserer Distributionszentren haben damit begonnen, wiederverwendbare Transportverpackungen einzuführen und das Verpackungsvolumen durch Optimierung der Kartongrößen und der Anzahl der Sendungen weiter zu reduzieren. Wir sind jedoch noch nicht in der Lage, quantitative Angaben zu den Auswirkungen dieser Initiativen auf die Verpackungsreduzierung zu machen.

Andere Ressourcenzuflüsse: Derzeit liegen uns noch keine verlässlichen Daten vor, mit Ausnahme des Wasserverbrauchs während der Fertigungsprozesse, zu dem im folgenden Abschnitt weitere Informationen zu finden sind. SIEHE ESRS E3 – WASSER- UND MEERESRESSOURCEN

Für adidas Produkte verwendete Materialien im Jahr 20251

 

 

2025

 

2024

 

 

Tonnen

 

Gesamtanteil in %

 

Tonnen

 

Gesamtanteil in %

Biologische Materialien2

 

 

 

 

 

 

 

 

Papier und Karton

 

145.655

 

21 %

 

128.174

 

22 %

Baumwolle

 

64.505

 

9 %

 

54.883

 

9 %

Leder

 

31.304

 

5 %

 

24.691

 

4 %

Naturkautschuk

 

10.896

 

2 %

 

9.373

 

2 %

Andere biologische Materialien

 

3.876

 

1 %

 

1.899

 

0 %

Biologische Materialien gesamt

 

256.236

 

37 %

 

219.020

 

37 %

davon aus nachhaltiger Beschaffung3

 

242.544

 

95 %

 

188.918

 

86 %

Technische Materialien4

 

 

 

 

 

 

 

 

Polyester

 

156.917

 

23 %

 

130.365

 

22 %

Synthetischer Kautschuk

 

98.098

 

14 %

 

67.810

 

12 %

EVA

 

51.751

 

7 %

 

48.931

 

8 %

Polyurethan (PU)

 

20.395

 

3 %

 

24.478

 

4 %

Andere technische Materialien

 

107.049

 

16 %

 

97.538

 

17 %

Technische Materialien gesamt

 

434.210

 

63 %

 

369.122

 

63 %

davon aus nachhaltiger Beschaffung5

 

173.114

 

40 %

 

141.388

 

38 %

Gesamtmaterialzufluss

 

690.446

 

100 %

 

588.142

 

100 %

1

Einzelheiten sind den erläuternden Hinweisen zu unseren berichteten Materialverbrauchsdaten zu entnehmen.

2

Biologische Materialien sind Materialien, die aus erneuerbaren, biologischen Quellen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs stammen. Dazu zählen sowohl Neu- als auch Recyclingmaterialien.

3

Der Prozentsatz der Materialien aus nachhaltiger Beschaffung entspricht dem Anteil an der Gesamtmenge der biologischen Materialien. Die Definition ‚biologische Materialien aus nachhaltiger Beschaffung‘ ist in der Beschreibung unterhalb der Tabelle zu finden.

4

Technische Materialien enthalten Neu- und Recyclingmaterialien.

5

Der Prozentsatz der Materialien aus nachhaltiger Beschaffung entspricht dem Anteil an der Gesamtmenge der technischen Materialien. Die Definition ‚technische Materialien aus nachhaltiger Beschaffung‘ ist in der Beschreibung unterhalb der Tabelle zu finden.

Zur Definition von Materialien aus nachhaltiger Beschaffung wurde das Kaskadenprinzip herangezogen. Zusätzlich verwenden wir die folgenden Zertifizierungen für Materialien aus nachhaltiger Beschaffung:

  • Für biologische Materialien:

    • Für Baumwolle: Better Cotton (Massenbilanz), US Cotton Trust Protocol, Organic Content Standard (OCS), Global Organic Textile Standard (GOTS), Global Recycled Standard (GRS) und Recycled Claim Standard (RCS)

    • Für Leder: Leather Working Group (LWG)

    • Für Wolle: Responsible Wool Standard (RWS)

    • Für Daunen: Responsible Down Standard (RDS)

  • Für technische Materialien

    • Global Recycled Standard (GRS) und Recycled Claim Standard (RCS)

Für adidas Produkte und Verpackungen verwendete sekundäre (recycelte) Materialien im Jahr 20251

 

 

2025

 

2024

 

 

Tonnen

 

Anteil am Materialtyp in %

 

Tonnen

 

Anteil am Materialtyp in %

Sekundäre (recycelte) Materialien

 

 

 

 

 

 

 

 

Recyceltes Polyester

 

155.309

 

99 %

 

129.388

 

99 %

Recyclingpapier und -karton

 

123.078

 

85 %

 

108.307

 

85 %

Andere recycelte Materialien

 

17.824

 

17 %

 

12.048

 

12 %

Sekundäre Materialien gesamt2

 

296.212

 

43 %

 

249.743

 

42 %

1

Einzelheiten sind den erläuternden Hinweisen zu unseren berichteten Materialverbrauchsdaten zu entnehmen.

2

Der Prozentsatz bezieht sich auf den in der obigen Tabelle dargestellten Gesamtmaterialzufluss.

Recycelte Textilmaterialien sind GRS- oder RCS-zertifiziert. Bei EVA, Kautschuk und Nicht-Textilmaterialien sind wir teilweise auf die Selbstdeklaration der Zulieferer angewiesen, da für einige der in der Schuhproduktion eingesetzten Recyclingverfahren noch keine Zertifizierung existiert. Komponenten oder Zwischenprodukte werden von uns weder eingekauft noch nachverfolgt. Aus diesem Grund ist die Wiederverwendung solcher Komponenten oder Zwischenprodukte für uns keine relevante Geschäftsaktivität. Verpackungsmaterialdaten basieren auf Daten einer Lebenszyklusanalyse.

Erläuternde Hinweise zu unseren berichteten Materialdaten

Die hier dargestellten Verbrauchsdaten für Produkt- und Verpackungsmaterialien basieren auf den folgenden Berechnungsmethoden und Datenquellen:

  • Für adidas Produkte verwendete Materialien: Die Daten des Materialverbrauchs basieren auf den Saisons Frühjahr/Sommer 2025 und Herbst/Winter 2025.

  • Verwendete Verpackungsmaterialien: Aufgrund des dezentralen Charakters unseres Vertriebs ist es schwierig, Primärdaten für Verpackungen zu erheben. Der Verbrauch an Verpackungsmaterial wurde auf Grundlage der Verkaufszahlen aus dem Jahr 2025 (Volumen pro Vertriebskanal) und des durchschnittlichen Verpackungsgewichts pro Produktbereich (basierend auf Primärdaten von 2021) kalkuliert. Das Verhältnis von neuem zu recyceltem Material für Polybeutel basiert auf Primärdaten aus dem Jahr 2021 und der recycelte Anteil für Karton basiert auf einer Lebenszyklusanalyse (EU-28: Wellpappe 2018). Das Durchschnittsgewicht für Sekundärverpackungen basieren auf PEFCR. Da wir anerkannte und weit verbreitete Datenquellen und Methoden nutzen, erachten wir unsere Annahmen und Berechnungen für solide. Wir streben jedoch in den kommenden Jahren an, mit der Erhebung von Primärverpackungsdaten für wichtige Teile der Beschaffungskette zu beginnen, um die Genauigkeit für die Zukunft weiter zu verbessern.

  • Polyester, Baumwolle, Polyamide, Wolle, synthetische Zellulosefasern, Daunen und Leder: Der Materialverbrauch entstammt dem tatsächlichen Verbrauch, der von unseren Tier-1-Zulieferern in der Stückliste (‚Bill of Materials‘) gemeldet wird, sowie den Informationen zur Materialzusammensetzung, die unsere Tier-2-Zulieferern zur Verfügung stellen. Aufgrund der Komplexität der Zusammensetzung von lederbasierten Schuhmodellen führen wir Kontrollprüfungen des Ledergewichts der wichtigsten Schuhmodelle durch und wenden zur Ermittlung des tatsächlichen Lederverbrauchs einen Korrekturfaktor an.

  • Besätze aus Polyester: Der Materialverbrauch wird in der Kategorie ‚Sonstige synthetische Materialien‘ berichtet.

  • Kautschuk, EVA, PU und andere synthetische Polymere für Komponenten der Schuhsohlen: Der Materialverbrauch wird anhand der von Tier-1- und Tier-2-Zulieferern in den Herkunftsländern gemeldeten Daten extrapoliert. Auf diese entfallen 90 % der gesamten Schuhproduktion.

  • Silica (als Bestandteil anderer technischer Materialien): Einige länderspezifische Materialverbrauchsmengen werden anhand einer Quote, die auf bereits verfügbaren Primärdaten basiert, interpoliert.

E5-5 – Ressourcenabflüsse

Aktuell gibt es keinen Branchenstandard, der die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft für das Design von Bekleidungs- und Schuhprodukten definiert. Wir verfolgen jedoch bereits einen Ansatz, der darauf abzielt, die Grundsätze der nachhaltigen Ressourcennutzung und die Kreislaufwirtschaft zu berücksichtigen, wo immer dies möglich ist. Wir werden unseren Ansatz im Laufe der Zeit anpassen, wenn die erwartete Verabschiedung der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) und anderer ähnlicher Verordnungen für Klarheit bei den Definitionen und Standards sorgt.

Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit sind bisher in der Bekleidungs- und Schuhindustrie weder gesetzlich definiert noch standardisiert. Ein Grund dafür ist die große Vielfalt an Produkttypen und Produktzwecken. Im Rahmen der EU-Leitlinien zur Durchführung einer Umweltfußabdruck-Studie für bestimmte Produktgruppen (PEFCR) und der ESPR arbeiten mehrere Multi-Stakeholder-Arbeitsgruppen an der Definition von Standards in diesen Bereichen. Wir beabsichtigen, unseren Ansatz an diese Vorschriften und Standards anzupassen, sobald sie verfügbar sind.

  • Langlebigkeit: Obwohl es derzeit keine durchschnittlichen Kennzahlen oder Standards in der Branche für die Langlebigkeit von Bekleidung und Schuhen gibt, testen wir ständig die Qualität und Leistung unserer Produkte. Informationen zu unseren Testprotokollen sind in diesem Kapitel zu finden: SIEHE ESRS E5-2 – MASSNAHMEN UND MITTEL IM ZUSAMMENHANG MIT RESSOURCENNUTZUNG UND KREISLAUFWIRTSCHAFT

  • Reparierbarkeit: In der Bekleidungs- und Schuhindustrie gibt es keine durchschnittlichen Kennzahlen oder Standards für die Reparierbarkeit. Die meisten unserer Bekleidungsprodukte können von den Konsument*innen selbst oder von Schneider*innen repariert werden. Unsere Schuhe können von Schuhmacher*innen repariert werden. Einige unserer technisch komplexeren Schuhe und Sportaccessoires sind jedoch aufgrund ihres Designs oder ihrer Konstruktion nicht reparierbar. Im Falle mangelhafter Produkte gewähren wir die gesetzlich vorgeschriebene Garantie. Darüber hinaus haben wir Pilotprojekte für Reparaturdienste für Konsument*innen durchgeführt, um herauszufinden, wie wir sie in diesem Bereich besser betreuen können. SIEHE ESRS E5-2 – MASSNAHMEN UND MITTEL IM ZUSAMMENHANG MIT RESSOURCENNUTZUNG UND KREISLAUFWIRTSCHAFT

  • Recyclingfähigkeit: Wie bereits in früheren Abschnitten erwähnt, befindet sich die Recyclingtechnologie für Bekleidung und Schuhe noch in einem frühen Stadium der Entwicklung. Aufgrund einer fehlenden standardisierten Definition für Recyclingfähigkeit und der entsprechend fehlenden Infrastruktur (Sammlung, Sortierung und Recycling) ist es derzeit nicht möglich, eine Aussage über die Recyclingfähigkeit unserer Produkte zu tätigen. In der EU gibt es derzeit noch kein etabliertes Verfahren für die Behandlung von Textilabfällen. Einige Länder haben zwar Anstrengungen in diesem Bereich unternommen, aber die derzeitigen Praktiken sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Wir beobachten die Entwicklungen in diesem Bereich kontinuierlich und setzen uns weiterhin für die Schaffung eines kreislaufwirtschaftlichen Ökosystems ein.

Was die Verpackungsmaterialien betrifft, verwenden wir für unsere Kunststoff- und Papierverpackungen nur Einstoffverpackungen, die vollständig recycelbar sind. Die für Kleidung und bestimmte Accessoires verwendeten LDPE-Polybeutel sind ebenfalls recycelbar.

1 Quelle: Materials Market Report 2025 von Textile Exchange. Der Wert der Bekleidungsindustrie weltweit für das Jahr 2025 basiert auf einer Schätzung.

Accessoires
Dieser Produktbereich umfasst alle Arten von Zubehör wie beispielsweise Taschen, Bälle, Sonnenbrillen oder Fitnessgeräte.
Polybeutel (aus LDPE)
Die Verpackung aus recyceltem Weich-Polyethylen (,low-density polyethylene‘ – ,LDPE‘) für den Produktversand bietet aufgrund ihres geringeren ökologischen Fußabdrucks eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Polybags aus neuen Kunststoffen sowie zu den meisten anderen Materialien. Recycelte LDPE-Polybags erfüllen unsere Qualitäts- und Leistungsstandards in Hinblick auf den effektiven Schutz unserer Produkte während Versand und Handling. Sie sind zudem weltweit verfügbar und können über bestehende Abfallströme wiederverwertet werden.
Unabhängige Hersteller
Nahezu 100 % unserer Produkte werden von unabhängigen Herstellern gefertigt. Wir fassen diese in Lieferantengruppen zusammen, d.h. ein unabhängiger Hersteller kann gegebenenfalls in mehreren Produktionsstätten fertigen. Der Großteil unserer unabhängigen Hersteller befindet sich in Asien.