
Märkte und Vertriebskanäle
Wir sind eine globale Marke mit lokalem Mindset. Unsere Teams in den einzelnen Märkten bedienen dank ihrer erstklassigen Kenntnis der lokalen Verbraucherlandschaft nicht nur unsere Vertriebskanäle, sie entscheiden auch eigenverantwortlich über Produktsortimente, Aktivierungen und Partnerschaften. Die Mehrheit unserer Konsument*innen kauft unsere Produkte am Point of Sale unserer Großhandelspartner. Wir stellen sicher, dass sie in uns einen kooperativen und vertrauenswürdigen Partner haben. Zudem treten wir in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften und über unsere E‑Commerce-Plattformen in direkten Kontakt mit unseren Konsument*innen.
Befähigung der Märkte
Wir befähigen unsere Märkte, ihr Produktangebot aus unserer globalen Kollektion zusammenzustellen, Produkte lokal zu entwickeln, um unsere globale Kollektion zu ergänzen, mit relevanten Markenpartner*innen zusammenzuarbeiten und Geschäftsmodelle zu erstellen, die sie für ihren Erfolg benötigen. So können wir aufkommende Trends frühzeitig erkennen, besondere kulturelle Unterschiede berücksichtigen und die Markteinführungszeiten verkürzen. Während wir in unserer Unternehmenszentrale in Herzogenaurach den Rahmen dafür schaffen, wie wir unsere Marke zum Leben erwecken, stellen die Marktorganisationen lokale Relevanz sicher. In diesem Kontext wird unser Heimatmarkt Europa aus Herzogenaurach gelenkt, Nordamerika aus Portland und China aus Schanghai. Der Markt Emerging Markets wird aus Dubai gesteuert, Lateinamerika aus Panama-Stadt und Japan/Südkorea aus Tokio und Seoul. In mehreren dieser regionalen Zentren betreiben wir auch Entwicklungszentren (,Creation Center‘), in denen wir Produkte entwickeln, die auf die Bedürfnisse lokaler Konsument*innen zugeschnitten sind und unser globales Angebot erweitern. Diese Zentren befinden sich in Portland, Los Angeles, Schanghai, Tokio sowie an verschiedenen Standorten in Lateinamerika und Indien. Darüber hinaus betreiben wir ,Creation at Source‘ in unseren beiden wichtigsten Beschaffungsländern Vietnam und Indonesien. Dort arbeiten Produktentwickler*innen bei unseren Produktionspartnern vor Ort, was eine noch engere Verzahnung von Design und Produktion ermöglicht und die Markteinführung beschleunigt. siehe produkte und marketing
Regionale Headquarter und Creation Center
Globale Präsenz
Nach Umsatzerlösen betrachtet hat adidas eine diversifizierte globale Präsenz. Unser Heimatmarkt Europa hatte im Jahr 2025 den höchsten Geschäftsanteil mit 33 % (2024: 32 %), gefolgt von Nordamerika mit 21 % (2024: 22 %) und China mit 15 % (2024: 15 %). Emerging Markets hatte einen Anteil von 14 % (2024: 14 %), Lateinamerika von 12 % (2024: 12 %) und Japan/Südkorea von 6 % (2024: 6 %).1 Siehe Geschäftsentwicklung nach segmenten
Umsatzverteilung nach Märkten
Vertriebskanäle
Unser Leitprinzip ist es, unsere Konsument*innen dort zu bedienen, wo sie sind. Angesichts der starken Relevanz eines Mehrmarkenvertriebs in mehreren Märkten und Kategorien weltweit blieb der Großhandel unser größter Vertriebskanal. Im Jahr 2025 entfielen auf ihn 60 % des Gesamtumsatzes (2024: 60 %). Der Anteil des Direct-to-Consumer-Geschäfts (‚DTC‘), das aus unserem eigenen Einzelhandel und dem E‑Commerce besteht, betrug 40 % in 2025 (2024: 40 %).
Umsatzverteilung nach Vertriebskanälen
Großhandel
Wir konzentrieren uns darauf, unseren Einzelhandelspartnern sowohl online als auch offline ein vertrauenswürdiger Servicepartner zu sein. Durch Schnelligkeit und Flexibilität, strategische Weitsicht und die richtige Einstellung bewegen wir uns erfolgreich in dynamischen Marktumfeldern, bieten maßgeschneiderte Sortimente für Großkunden an und verbessern die Produktpräsentation in unseren Stores. Gleichzeitig beobachten wir die Nachfrage genau und verfolgen aufmerksam die Verkaufszahlen und Lagerbestände unserer Kunden.
Wir investieren weiter in zukünftiges Wachstum mit unseren Partnern durch Initiativen für markenspezifische Verkaufsflächen und kundenexklusive Produkte, die einen positiven Effekt auf unser Geschäft haben. Darüber hinaus bauen wir auf dem positiven Feedback auf und stärken den direkten Dialog mit unseren Partnern durch spezielle ,Partner Camps'. Diese bieten z.B. immersive Showroom-Besuche in unseren weltweiten Zentren oder Veranstaltungen wie das globale Sell-in-Meeting zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Zu diesem Event haben wir über 400 Führungskräfte von 170 Partnern ins SoFi Stadium in Los Angeles eingeladen. Wir erschließen zusätzliche Absatzmöglichkeiten, indem wir diese bewährten Strategien in all unseren Märkten anwenden und skalieren.
Eigener Einzelhandel
Unsere eigenen Einzelhandelsgeschäfte ermöglichen es unseren Konsument*innen, direkt mit unserer Marke, unseren Produkten, unseren Teams und unseren Communitys zu interagieren. In den Geschäften können sie unsere Produkte anfassen und anprobieren. Sie können sich zudem von unseren Kampagnen inspirieren lassen und erleben, wofür wir als Marke stehen. Wir investieren weiter in eine erstklassige physische Markenpräsenz mit digitalen Elementen sowie einer Umgebung, die eine Vielzahl der Bedürfnisse unserer Konsument*innen an strategischen Standorten erfüllt.
Im Jahr 2025 belief sich die Gesamtanzahl der Geschäfte auf 2.022 (2024: 1.933). Davon waren 886 Concept Stores (2024: 838) und 1.136 Factory Outlets (2024: 1.095). Während unsere Concept Stores – einschließlich Flagship Stores, Brand Center und Concession Corners – auf das Angebot von Premium-Erlebnissen ausgerichtet sind, zielen die Factory Outlets vor allem auf die preisbewussteren Konsument*innen ab.
Durch die Eröffnung zusätzlicher Geschäfte sowie Umbauten und Konzeptverbesserungen haben wir im Jahr 2025 unsere Präsenz an strategisch wichtigen Standorten weiter gestärkt. In Las Vegas haben wir beispielsweise einen unserer weltweit größten Flagship Stores eröffnet, um unser Momentum in Nordamerika zu nutzen und unsere Präsenz im Vorfeld der anstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 weiter auszubauen. Pünktlich zur Einführung der erfolgreichen Oasis-Kollektion haben wir auch unseren Flagship Store in Manchester wiedereröffnet. In Asien haben wir zudem neue Originals Flagship Stores in kulturell relevanten Stadtteilen von Seoul und Schanghai eröffnet, in denen wir viele Produkte präsentieren, die exklusiv für den lokalen Markt erhältlich sind. Ergänzt wird unser Netz an Geschäften durch Pop-up-Stores, die rund um lokal relevante Sport- und Kulturereignisse für Sichtbarkeit sorgen. Beispiele hierfür sind unsere Pop-up-Stores für Superstar, die Formel 1 und die Klub-Weltmeisterschaft sowie marktorientierte Markenpräsentationen, die unsere Produkt-Launches unterstützen. Wir werden weiterhin in unsere physischen Einzelhandelsgeschäfte investieren, da diese wesentlich zu unserem Markenimage beitragen.
E‑Commerce
In den vergangenen zwei Jahren haben wir die Rolle des E‑Commerce-Geschäfts innerhalb unseres Vertriebskanalmix neu definiert und uns erfolgreich darauf konzentriert, die Verkäufe zum vollen Preis zu steigern und die verkaufsfördernden Aktivitäten zu reduzieren. Unser adiClub-Mitgliedschaftsprogramm ermöglicht weiterhin einzigartige Erlebnisse wie Gewinnspiele, sogenannte ‚Money-can’t-buy‘-Produkte, Gutscheine und Partnerangebote. Die Mitglieder können gesammelte Punkte an allen digitalen Berührungspunkten oder in unseren Einzelhandelsgeschäften einlösen und haben so ein nahtloses Verbrauchererlebnis. Unsere preisgekrönte Running App bewegt Millionen von Konsument*innen und motiviert sie durch das Sammeln von adiClub-Punkten, bietet personalisierte Fitnesspläne und erweckt globale Markenmomente zum Leben. Die ‚Confirmed‘ App, unsere digitale Boutique und Premium-Berührungspunkt für Sneakerheads, Streetwear-, Fashion- und Style-Fans, war durch die Partnerschaften mit High-Fashion-Marken und Pionieren wie Wales Bonner, Bad Bunny, Pharrell Williams, BAPE oder Edison Chen weiterhin erfolgreich. Diese Initiativen ermöglichen es uns, unseren Konsument*innen durch die adidas App begehrte und hochwertige Produkte sowie erstklassige Erlebnisse zu bieten. Sie untermauern zudem unseren Status als Trendsetter in der globalen Lifestyle-Welt.
1 Angaben nach ESRS 2, Absatz 40a ii.