Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
E2-1 – Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Konzepte1 |
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Verantwortlichkeit auf höherer Ebene |
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Standards/ |
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Umweltrichtlinien |
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Beschreibt Möglichkeiten zur Vermeidung von Umweltverschmutzung, zum Management und zur Kontrolle von Umweltauswirkungen sowie zur Vermeidung der Erschöpfung natürlicher Ressourcen. Dies umfasst das Abwasser- und Chemikalienmanagement sowie die von adidas eingeschränkt nutzbaren Substanzen. |
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Vorgelagert |
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SVP Product Development & Sourcing |
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ZDHC-Abwasserrichtlinie, Technischer Leitfaden zum Chemikalienmanagement von ZDHC, ZDHC MRSL, ISO 14001 |
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ZDHC und adidas Zulieferer |
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Verfügbar auf der Unternehmenswebsite |
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Richtlinie zur Kontrolle und Überwachung von Gefahrstoffen (B) |
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Verbietet die Verwendung von Chemikalien, die als schädlich oder giftig gelten, und beinhaltet Beschränkungen bei der Verwendung von Materialien tierischen Ursprungs. |
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Vorgelagert |
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SVP Product Development & Sourcing, General Counsel |
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WFSGI, IUCN, ILO, AFIRM |
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Externe Stakeholder (NGOs), Gesetzgebung und Erwartungen der Konsument*innen |
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Verfügbar auf der Unternehmenswebsite |
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adidas Umweltrichtlinien
adidas verpflichtet sich, die durch seine vorgelagerten Fertigungsaktivitäten verursachten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Unsere Richtlinien und Standards legen die Geschäftspraktiken für die Zulieferer fest, mit denen wir eng zusammenarbeiten und für die wir Schulungen zur kontinuierlichen Verbesserung anbieten. Wir legen klare Erwartungen an unsere Zulieferer hinsichtlich des Managements der Auswirkungen von Umweltverschmutzung auf Wasser, Luft und Boden fest. Zunächst einmal sollen unsere Zulieferer sowie deren Partner mindestens die jeweiligen lokalen Vorschriften und gesetzlichen Anforderungen einhalten. adidas ist bestrebt, stets den Branchenstandard anzuwenden, wenn dieser strenger ist als die lokalen Vorschriften. Außerdem müssen unsere Zulieferer die adidas Umweltrichtlinien einhalten, die entwickelt wurden, um Umweltauswirkungen zu minimieren und zu reduzieren. Die adidas Umweltrichtlinien stützen sich auf bewährte Praktiken der Branche und geben Anleitungen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung sowie zur Einführung von Umweltmanagementsystemen und Chemikalienmanagementsystemen, einschließlich des Umgangs mit (besonders) besorgniserregenden Stoffen. Unser Ansatz legt den Schwerpunkt auf eine proaktive Vermeidung von Umweltverschmutzungsvorfällen und sieht Leitlinien vor, um die Auswirkungen von Notfällen im Falle ihres Eintretens zu minimieren.
Unsere Zulieferer müssen sich jährlichen Audits und Bewertungen (von externen Gutachtern) unterziehen, um die Einhaltung unserer Richtlinien und Standards zu gewährleisten. Betriebe, die unsere Erwartungen nicht erfüllen, müssen unverzüglich den in den adidas Arbeitsplatzstandards und den im Leitfaden zur Behebung von Missständen definierten Prozess zur Schadensbegrenzung durchlaufen und Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen zu beheben. Darüber hinaus ermutigen wir unsere Zulieferer, Strategien zur Prävention von Umweltverschmutzung zu entwickeln. Unsere regionalen Teams verfolgen und überwachen die Umweltleistung unserer Zulieferer durch monatliche Berichte an die Datenerhebungsplattform von adidas. Siehe ESRS E2-3 – ziele im zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Kontrolle und Überwachung von Gefahrstoffen in der Beschaffungskette und in Produkten
adidas hat sich in seiner globalen Beschaffungskette zu einem verantwortungsbewussten Chemikalienmanagement verpflichtet und arbeitet daran, alle in seiner Produktion verwendeten eingeschränkt nutzbaren Substanzen zu eliminieren. Als Gründungsmitglied der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Foundation unterstützen wir seit 2011 aktiv die Entwicklung von Branchenstandards für das Chemikalienmanagement und umfassendere Anforderungen in Richtlinien. Unser Engagement umfasst die Förderung standardisierter Messverfahren in der gesamten Bekleidungs- und Schuhindustrie durch die Entwicklung und Umsetzung einer allgemein anerkannten Testmethodik und entsprechender akzeptabler Grenzwerte. Darüber hinaus legen wir strenge Branchenanforderungen fest, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Seit 2015 hat adidas den Branchenstandard ZDHC MRSL (Manufacturing Restricted Substances List) übernommen. Dieser listet chemische Substanzen auf, deren absichtliche Verwendung bei der Verarbeitung von Textilien, Leder, Gummi, Schaumstoff, Klebstoffen und Besätzen verboten ist. Darüber hinaus wendet adidas eine eigene umfassende Richtlinie für eingeschränkt nutzbare Substanzen in Produkten an – die adidas Richtlinie zur Kontrolle und Überwachung von Gefahrstoffen1 –, um die Verwendung eingeschränkt nutzbarer Substanzen wie APEO und PFAS in seinen Produkten zu vermeiden und zu kontrollieren sowie die Sicherheit der Konsument*innen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu gewährleisten.
Mit diesem doppelten Ansatz unterstreicht adidas seine Verpflichtung zu einer PFAS-freien Produktion als Reaktion auf das wachsende Bewusstsein und die zunehmenden Vorschriften bezüglich der Auswirkungen von perfluorierten Verbindungen auf Umwelt und Gesundheit. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Leistung unserer Produkte zu optimieren, und kooperieren dabei mit Partnern aus der Branche, um sicherere Alternativen zu finden und einzusetzen.
Sonstige Leitlinien
Zur Überwachung von Abwasser (Chemikalien-Output-Management) wenden wir die ZDHC-Abwasserrichtlinien Version 2.2 an, die einen einheitlichen Ansatz für Abwasserparameter und -grenzwerte bieten. Die Richtlinien gewährleisten einen hohen Standard der Abwasserqualitätsbehandlung und minimieren Umweltschäden, wenn Abwasser aus den Anlagen der Zulieferbetriebe eingeleitet wird. Wir arbeiten mit der ZDHC Foundation zusammen, um das Engagement der Industrie zur Verbesserung der Abwasserqualitätsstandards über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zu fördern.
Ein ganzheitliches Chemikalienmanagement erfordert die Kontrolle von Inputs und Outputs sowie das Monitoring von Fertigungsprozessen, bei denen es aufgrund von Chemikalienaustritten oder -emissionen zu Umweltverschmutzung kommen kann. Um diese Risiken zu mindern, erwartet adidas von seinen Zulieferern die Einführung umfassender Managementsysteme für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie kontinuierliche Maßnahmen zum Risikomanagement und zur Abhilfe. Diese Erwartungen sind in unseren adidas Umweltrichtlinien, dem technischen Leitfaden zum Chemikalienmanagement von ZDHC sowie unseren Richtlinien für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz festgelegt. SIEHE ESRS S2-1 – KONZEPTE IM ZUSAMMENHANG MIT ARBEITSKRÄFTEN IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
Indem wir die Prozesskontrolle anhand von Richtlinien festlegen, wollen wir Kontaminationsvorfälle verhindern und die chemischen Sicherheitsstandards in unserer gesamten Beschaffungskette aufrechterhalten.
Mikroplastik2 – Positionspapier zu Mikrofasern
adidas ist sich der Tatsache bewusst, dass die Freisetzung von Mikroplastik – auch als Mikrofaserabrieb oder Faserfragmentierung bezeichnet – während der Produktion, der Nutzung durch Konsument*innen und am Ende der Lebensdauer eine vielschichtige Herausforderung für die Umwelt darstellt. Wissenschaftliche Studien3 zeigen, dass sowohl synthetische als auch natürliche Fasern Abrieb verursachen und dass die biologische Abbaubarkeit das Umweltrisiko nicht beseitigt. Um die Freisetzung von Mikrofasern genau zu quantifizieren und ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu bewerten, ist ein ganzheitlicher und standardisierter Ansatz unerlässlich. Derzeit fehlt es der Branche jedoch an einer umfassenden, zuverlässigen und skalierbaren Methodik für die verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette, was wirksame Maßnahmen behindert. In den letzten Jahren hat adidas aktiv mit verschiedenen Branchenexperten, darunter The Microfibre Consortium (TMC), Zero Discharge of Hazardous Chemicals Group (ZDHC) und Fashion for Good (FFG), zusammengearbeitet, um gemeinsam Fortschritte in der Mikrofaserforschung und der Entwicklung von Testverfahren voranzutreiben. Darüber hinaus haben sich ZDHC und TMC vor Kurzem zusammengeschlossen, um anhand von Abwasserkennzahlen praktische Indikatoren für die Freisetzung von Mikrofasern während der Produktion zu ermitteln.
Im Jahr 2025 haben wir ein internes Positionspapier zu Mikrofasern veröffentlicht, um unseren Ansatz zu diesem Thema zu teilen und unser Bekenntnis zu Transparenz und gemeinsamem Handeln zu bekräftigen. adidas hat sich verpflichtet, evidenzbasierte Interventionen und standardisierte Methoden zur Messung der Umweltverschmutzung umzusetzen und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche zu fördern. In dem Maße, in dem die Forschung zum Thema Mikrofaserabgabe kontinuierlich voranschreitet, wird adidas Richtlinien, Maßnahmen und Ziele festlegen, um die Freisetzung von Mikrofasern während der Produktion zu vermeiden oder zu minimieren. Zudem sollen in diesem Zuge Konsument*innen klare Anleitungen für die Produktnutzung und -entsorgung an die Hand gegeben werden.
E2-2 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Wie in unseren adidas Umweltrichtlinien dargelegt, zielen unsere Maßnahmen darauf ab, Umweltverschmutzung zu verhindern und zu minimieren, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen zu vermeiden und die Umweltauswirkungen unserer Zulieferer in der vorgelagerten Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren.
Die Koordination und Überwachung der Maßnahmen erfolgt durch unser Sourcing-Sustainability-Team, das in unseren wichtigsten Beschaffungsländern tätig ist. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, wurden alle Kontrollen, Tests und Überprüfungen der beschriebenen Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung und zur Minimierung besorgniserregender Stoffe von unabhängigen Dritten durchgeführt. Die meisten Maßnahmen werden monatlich berichtet und überwacht, mit Ausnahme der Abwasseruntersuchungen und jährlichen Überprüfungen. Alle beschriebenen Maßnahmen sind als fortlaufende Maßnahmen konzipiert und auf die Erreichung der Ziele von adidas ausgerichtet.
Prävention von Umweltverschmutzung
Im Berichtsjahr hat adidas auf der Grundlage seiner Standardpraktiken folgende Maßnahmen durchgeführt:
Wir haben eine jährliche Umwelt-Compliance-Prüfung in 80 % der Tier-1- und Tier-2-Zulieferbetriebe durchgeführt (basierend auf dem Beschaffungsvolumen4). Bei den jährlichen Bewertungen für das Jahr 2025 wurden analog zu den Ergebnissen des Jahres 2024 keine kritischen Befunde hinsichtlich der Umweltverschmutzung von Luft, Wasser und Boden festgestellt.
Um die Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf Umweltfragen in unserer Beschaffungskette zu erhöhen, halten wir seit 2015 unsere Zulieferbetriebe mit Standorten in China dazu an, ihre Daten zur Wasserverschmutzung jährlich über die Plattform des IPE Pollutant Release and Transfer Register (PRTR) zu melden. Im Jahr 2025 haben 85 % unserer Zulieferbetriebe ihre Kennzahlen auf der PRTR-Plattform offengelegt. Wir erwarten, dass diese Offenlegung die Differenzierung zwischen Zulieferern vorantreiben und das individuelle Umweltengagement jedes einzelnen Zulieferers hervorheben wird. Auf Grundlage der Angaben unserer Zulieferer im PRTR wurde adidas im Jahr 2025 im IPE CITI Rating auf Platz eins gelistet.
Seit 2017 erwarten wir gemäß den ZDHC-Abwasserrichtlinien und dem Grundsatz des ‚Rechts auf Wissen‘, dass unsere Tier-2-Zulieferer (80 % der Tier-2-Zulieferer, die Nassprozesse durchführen – basierend auf Beschaffungsvolumen), ihr Abwasser zweimal jährlich testen und die Ergebnisse auf der DETOX-Plattform des Institute of Public & Environmental Affairs (IPE) oder der ZDHC-Gateway-Plattform veröffentlichen. Im Falle einer Nichteinhaltung ist der Zulieferer verpflichtet, das Problem zu beheben und ein Folge-Audit durchzuführen, um die neuen Ergebnisse der Abwasserqualität zu bestätigen.
Zur Verbesserung des Abwassermanagements entlang unserer gesamten Beschaffungskette, arbeiten wir mit Dienstleistern wie ZDHC-anerkannten Laboren und externen Beratern zusammen, um unsere Zulieferer bei der Verbesserung ihrer Abwasseraufbereitungskapazitäten zu unterstützen. Mittels Bewertungen und Beratungen vor Ort erhielten Zulieferer maßgeschneiderte Anleitungen zur Verbesserung ihrer Abwasseraufbereitungskapazitäten und Betriebspraktiken. Ziel ist es, die Qualität ihres Abwassers so zu verbessern, dass es über die gesetzlichen Anforderungen hinaus wiederverwertet oder sicher abgeleitet werden kann. Die Erkenntnisse werden auch auf unserem regionalen Treffen für Zulieferer geteilt, um den Wissensaustausch zwischen Branchenkolleg*innen zu fördern. Die Initiative deckt 80 % der Tier-1- und Tier-2-Zulieferer ab, die über Anlagen für Nassprozesse verfügen (basierend auf dem Beschaffungsvolumen).
Wir haben eine Initiative zur Bewertung der Abflusswasseraufbereitung eingeführt, um den Betrieb von Abwasseraufbereitungsanlagen vor Ort zu verbessern und damit zum Ziel von adidas beizutragen, dass 90 % der Zulieferer bis 2025 das Foundational Level der ZDHC-Abwasserrichtlinien für ihre Abwasserqualität erreicht haben. Sie soll zudem die kontinuierliche Verbesserung der Überwachung und Kontrolle der Abwasserqualität durch die Zulieferer erleichtern und sicherstellen, dass Umweltstandards eingehalten werden. SIEHE ESRS E2-3 – ziele im zusammenhang mit Umweltverschmutzung
Darüber hinaus ist adidas seit 2006 Mitglied der Leather Working Group (LWG). Die LWG-Zertifizierung legt den Schwerpunkt auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Chemikalien in Gerbereien, insbesondere durch Abwasseraufbereitungsverfahren. Ziel ist es, die Umweltverschmutzung durch Gerbprozesse zu reduzieren.
Unsere Maßnahmen zur Schaffung der Grundlagen für unsere zukünftige Ausrichtung:
Um die Umweltbelastung kontinuierlich zu minimieren, hat adidas eine Überprüfung seines derzeitigen Ansatzes zur Überwachung der Wasserschadstoffe in seiner Beschaffungskette durchgeführt. Aufbauend auf unserer fortlaufenden Umsetzung der ZDHC-Abwasserrichtlinie und in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk der Science-Based Targets for Nature von SBTN führen wir gezielte Kontrollen für die zwei häufig vorkommenden Schadstoffe Stickstoff und Phosphor ein. Wir haben für unsere Produktionsstätten ein klares Ziel zur Erreichung des ZDHC Aspirational Level für beide Schadstoffe definiert. Diese Maßnahme spiegelt unser Bekenntnis zur Reduzierung der Einleitung in Gewässer wider.
Für weitere Informationen zu unserem Ansatz zur Bewältigung tatsächlicher oder potenzieller negativer Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften in Bezug auf Wasser und Sanitärversorgung: SIEHE ESRS S3-3 – VERFAHREN ZUR VERBESSERUNG NEGATIVER AUSWIRKUNGEN UND KANÄLE, ÜBER DIE BETROFFENE GEMEINSCHAFTEN BEDENKEN ÄUSSERN KÖNNEN
Minimierung der Verwendung bedenklicher Stoffe
Im Berichtsjahr hat adidas auf der Grundlage seiner Standardpraktiken folgende Maßnahmen durchgeführt:
Wir verfolgen weiterhin einen vorbeugenden Ansatz und überwachen kontinuierlich die in unserer Produktion verwendeten chemischen Formulierungen, um die vorsätzliche Nutzung eingeschränkt nutzbarer Substanzen zu vermeiden. Wir halten uns an die neueste Version der ZDHC MRSL als unsere Liste der eingeschränkt nutzbaren Substanzen. Jedes Jahr werden unsere Zulieferer (80 % der Tier-1- und Tier-2-Zulieferer mit Anlagen zur Verwendung von Chemikalien – basierend auf dem Beschaffungsvolumen) einer Vor-Ort-Bewertung unterzogen, die sich insbesondere auf die Verwendung von Chemikalien, den Stand der Einhaltung und den Fortschritt bei der Verbesserung konzentriert.
Unsere Tier-1- und Tier-2-Zulieferer melden auch weiterhin ihre Chemikalienbestände und ihren Chemikalienverbrauch monatlich über eine externe Online-Plattform für Chemikalienbestände (BV Ecube). Wir überwachen unsere Chemikalienprofile monatlich, um die vorsätzliche Nutzung von eingeschränkt nutzbaren Substanzen zu vermeiden und die allgemeine Einhaltung von Vorschriften, den Umweltschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Darüber hinaus werden auf Betriebsebene jährliche ZDHC-MRSL-Ziele festgelegt, um den Einsatz sichererer Chemikalien zu fördern, wobei deren Einsatzleistung ebenfalls monatlich überprüft wird.
Wir arbeiten aktiv mit mehreren Branchenorganisationen zusammen. Dazu gehört auch unser Engagement mit der ZDHC Group, das extern anerkannt wurde und für das wir im Jahr 2025 das Champion Level im ZDHC-Programm ‚Brands to Zero‘ erhalten haben.5 Das ist das dritte Jahr in Folge, in dem adidas das höchste Level des ‚Brands to Zero‘-Programms erreicht hat. Damit unterstreichen wir unsere Bemühungen um ein besseres Chemikalienmanagement bei unseren Zulieferern und unseren Erfolg bei der Vermeidung eingeschränkt nutzbarer Substanzen in unseren Fertigungsprozessen. Neben unserem Engagement bei ZDHC arbeiten wir aktiv mit mehreren wichtigen Branchenorganisationen zusammen. Dazu zählen die Apparel and Footwear International Restricted Substances Management Working Group (AFIRM), die Business Group des International Chemical Secretariat (ChemSec), die Better Cotton Initiative (BCI) sowie die Leather Working Group (LWG). Die Zusammenarbeit mit Organisationen, die die Umweltanforderungen für unsere Rohstoffe festlegen, ist wichtig, um das Chemikalienmanagement in der Branche voranzutreiben und die Verwendung besorgniserregender Stoffe in Fertigungsprozessen zu minimieren. Für weitere Informationen: sIEHE ESRS E4-3 – MASSNAHMEN UND RESSOURCEN IN Bezug auf biodiversität UND ÖKOSYSTEME SIEHE ESRS E5-2 – Massnahmen und mittel im zusammenhang mit RESSOURCENNUTZUNG UND KREISLAUFWIRTSCHAFT
Unsere Maßnahmen zur Schaffung der Grundlagen für unsere zukünftige Ausrichtung:
Als Reaktion auf sich wandelnde Anforderungen hat adidas in diesem Jahr entschiedene Maßnahmen ergriffen und ein klares Ziel für den Umgang mit besorgniserregenden Stoffen in unserer Beschaffungskette festgelegt. Aufbauend auf unserer fortgesetzten Anwendung der ZDHC MRSL wird dieses Ziel unsere Produktionsstätten dabei unterstützen, Chemikalien zu beschaffen, die den höchsten MRSL-Konformitätsstandards entsprechen. Im Rahmen dieser Verpflichtung haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Verwendung von besorgniserregenden Stoffen auf maximal 5 % zu begrenzen. Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahme unsere Bemühungen zur Verringerung der mit der Verwendung von Chemikalien verbundenen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit verstärken wird.
Mikrofaseransatz
In den vergangenen Jahren hat adidas umfangreiche interne Untersuchungen durchgeführt und dabei fortschrittliche Analysetechniken wie die Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie (FTIR) eingesetzt. Damit ist es möglich, Partikel aus Textilien von Hintergrundverunreinigungen zu unterscheiden. Diese Aktivitäten haben zu einem genaueren Verständnis der Faserfragmentierung geführt. Die Ergebnisse lieferten auch grundlegende Erkenntnisse, die die Entwicklung von Methoden zur Messung der Mikrofaserfreisetzung während der Nutzungsphase durch den Konsumenten unterstützen.
Im Berichtsjahr hat adidas folgende Maßnahmen durchgeführt, um einen standardisierten Branchenansatz zur Bekämpfung der Mikrofaserverschmutzung zu etablieren:
Zur Förderung von Wissen und Lösungen in der Branche hat adidas im Jahr 2025 im Rahmen der Initiative ‚Behind the Break‘ mit TMC, FFG sowie akademischen Einrichtungen zusammengearbeitet, um Faserfragmentierung zu untersuchen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat adidas Forschungsergebnisse beigesteuert und sich an der Bewertung von Testmethoden zur Mikrofaserabgabe beteiligt. Der Fokus lag dabei auf der Ermittlung potenzieller Ursachen im Zusammenhang mit dem Herstellungsprozess verschiedener Fasertypen.
adidas hat sich mit TMC und dem ZDHC-Programm zusammengetan, um ein zwölfmonatiges Projekt zur Untersuchung von Abwasser zu starten, das 2026 abgeschlossen werden soll. adidas spielt eine Schlüsselrolle in diesem Projekt, indem es die Perspektive der Beschaffungskette einbringt und darauf abzielt, konzeptionelle Ideen in umsetzbare Maßnahmen zu verwandeln. Dazu gehört auch die Einführung der dynamischen Bildanalyse (DIA – Dynamic Image Analysis) zur Überwachung der Faserabgabe in Abwasserströme mit dem Ziel, zuverlässige und standardisierte Messprotokolle für Mikrofasern zu entwickeln. Da es derzeit keinen universellen Standard für die Prüfung von Mikrofasern in industriellen Abwässern gibt, verwendet ZDHC die Gesamtmenge an suspendierten Feststoffen (Total Suspended Solids – TSS) als praktischen Indikator für die Freisetzung von Mikrofasern. Niedrigere TSS-Werte in den Abwassertestergebnissen von ZDHC spiegeln die Verringerung der Mikrofaserabgabe wider, wodurch TSS zu einer potenziell wichtigen Kennzahl für die Bewertung des Fortschritts wird.
1 Die Liste der eingeschränkt nutzbaren Substanzen findet sich auf unserer Website. adidas-group.com/nachhaltigkeit/policies
4 Sofern nicht anders angegeben, gilt dieser Geltungsbereich immer für E2-2 und E2-3, wenn auf Tier-1- und Tier-2-Zulieferer Bezug genommen wird.
5 Unser Erfolg bei der Umsetzung der Konformität mit der MRSL wurde auf dem offiziellen Kommunikationskanal von ZDHC anerkannt. Linkedin.Com