Geschäftsbericht 2025

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Lamine Yamal im roten Spanien-Trikot von adidas posiert im Stadion. (Foto)

34 » Ertragsteuern

Die adidas AG und ihre deutschen Tochterunternehmen unterliegen der inländischen Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Der für die Geschäftsjahre 2025 und 2024 anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt 15 %. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Die Gewerbesteuer beträgt ca. 11,5 % des steuerpflichtigen Einkommens. Bei der Berechnung der latenten Steuern ist die für 2028 bis 2032 beschlossene schrittweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes auf 10 % berücksichtigt.

Bei den ausländischen Tochterunternehmen werden für die Berechnung der latenten Steuern die am Bilanzstichtag gültigen oder bereits rechtskräftig beschlossenen Steuersätze verwendet.

Latente Steueransprüche/-schulden

Die latenten Steueransprüche und -schulden werden saldiert und in der Konzernbilanz wie folgt ausgewiesen:

Latente Steueransprüche/-schulden in Mio. €

 

 

31. Dez. 2025

 

31. Dez. 2024

Latente Steueransprüche

 

1.077

 

1.272

Latente Steuerschulden

 

–45

 

–133

Latente Steueransprüche, netto

 

1.031

 

1.139

Die Entwicklung der latenten Steueransprüche netto stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der latenten Steueransprüche in Mio. €

 

 

2025

 

2024

Latente Steueransprüche, netto zum 1. Januar

 

1.139

 

1.211

Latenter Steueraufwand/-ertrag

 

–81

 

–39

Veränderung der latenten Steuern aufgrund von Neubewertungen der leistungsorientierten Pensionszusagen, erfasst im sonstigen Ergebnis1

 

15

 

3

Veränderung der latenten Steuern, die sich auf die Veränderung des effektiven Teils des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten bezieht, erfasst im sonstigen Ergebnis2

 

–43

 

–39

Währungsumrechnungseffekte

 

1

 

3

Latente Steueransprüche, netto zum 31. Dezember

 

1.031

 

1.139

1

SIEHE ERLÄUTERUNG 23

2

SIEHE ERLÄUTERUNG 28

Die latenten Bruttosteueransprüche und -schulden des Unternehmens vor entsprechender Verrechnung beziehen sich auf die nachfolgend dargestellten Positionen:

Latente Steuern in Mio. €

 

 

31. Dez. 2025

 

31. Dez. 2024

Langfristige Vermögenswerte

 

315

 

441

Kurzfristige Vermögenswerte

 

240

 

334

Schulden und Rückstellungen

 

959

 

957

Kumulierte steuerliche Verlustvorträge

 

94

 

195

Latente Steueransprüche

 

1.608

 

1.927

Langfristige Vermögenswerte

 

378

 

392

Kurzfristige Vermögenswerte

 

43

 

126

Schulden und Rückstellungen

 

156

 

270

Latente Steuerschulden

 

577

 

788

Latente Steueransprüche, netto

 

1.031

 

1.139

Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Nutzung des entsprechenden Steuervorteils durch steuerliches Einkommen wahrscheinlich ist. Für die Beurteilung des künftigen steuerlichen Einkommens werden neben der Ertragslage der Vergangenheit und den jeweiligen Geschäftserwartungen für die absehbare Zukunft auch geeignete steuerliche Strukturmaßnahmen berücksichtigt.

Die latenten Steueransprüche, deren Realisierung nicht wahrscheinlich ist, haben sich im Geschäftsjahr 2025 von 219 Mio. € auf 180 Mio. € verringert. Sie entfallen größtenteils auf steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten in den USA, die 2027 verfallen und nur mit Kapitaleinkünften verrechnet werden können. Die verbleibenden, nicht aktivierten latenten Steueransprüche betreffen Tochterunternehmen in Ländern, in denen nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass die hiermit im Zusammenhang stehenden Steuervorteile realisiert werden.

Steueraufwand

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Ertragsteueraufwand in Mio. €

 

 

1. Jan. 2025 bis 31. Dez. 2025

 

1. Jan. 2024 bis 31. Dez. 2024

Laufender Steueraufwand

 

361

 

278

Latenter Steueraufwand/-ertrag

 

81

 

19

Ertragsteueraufwand

 

443

 

297

In dem latenten Steueraufwand ist ein Steueraufwand von 4 Mio. € enthalten (2024: Steuerertrag von 104  Mio. €), der auf das Entstehen bzw. die Auflösung temporärer Differenzen zurückzuführen ist.

Der anzuwendende Steuersatz des Unternehmens ist 27,4 % (2024: 27,4 %) und entspricht dem Steuersatz der adidas AG für das Geschäftsjahr 2025.

Der effektive Steuersatz des Unternehmens weicht von dem anzuwendenden Steuersatz in Höhe von 27,4 % wie folgt ab:

Überleitung des Steuersatzes

 

 

1. Jan. 2025 bis 31. Dez. 2025

 

1. Jan. 2024 bis 31. Dez. 2024

 

 

in Mio. €

 

in %

 

in Mio. €

 

in %

Erwarteter Ertragsteueraufwand

 

498

 

27,4

 

307

 

27,4

Steuersatzunterschiede

 

–129

 

–7,1

 

–114

 

–10,2

Nicht abzugsfähige Aufwendungen und steuerfreie Erträge

 

–16

 

–0,9

 

23

 

2,0

Verlustvorträge, für die keine Steueransprüche bilanziert werden konnten, und Veränderungen der Wertberichtigungen

 

–22

 

–1,2

 

–5

 

–0,4

Änderung von Steuersätzen

 

12

 

0,7

 

10

 

0,8

Sonstige, netto

 

13

 

0,7

 

–2

 

–0,2

Quellensteueraufwand

 

86

 

4,7

 

78

 

7,0

Ertragsteueraufwand

 

443

 

24,3

 

297

 

26,5

Für das Geschäftsjahr 2025 ergibt sich ein effektiver Steuersatz von 24,3 %. Der effektive Steuersatz im Geschäftsjahr 2024 betrug 26,5 %.

Der Posten ‚Nicht abzugsfähige Aufwendungen und steuerfrei Erträge‘ umfasst Steueraufwand/Steuererträge im Zusammenhang mit steuerfreien Erträgen und die Entwicklung der Rückstellungen für ungewisse Steuerpositionen sowie periodenfremde Steueraufwendungen/-erträge. Im Geschäftsjahr 2025 beläuft sich der Steuerertrag, der sich auf Vorjahre bezieht, auf 26 Mio. € (2024: Steueraufwand von 35 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2025 beinhaltet der Posten ‚Verlustvorträge für die keine Steueransprüche bilanziert werden konnten, und Veränderungen der Wertberichtigungen‘ Wertaufholungen zuvor wertberichtigter aktiver latenter Steuern (13 Mio. €), insbesondere in Hongkong und Brasilien. Im Geschäftsjahr 2024 bezogen sich die Veränderungen der Wertberichtigungen im Wesentlichen auf Wertberichtigungen in Argentinien (8 Mio. €) und die Auflösung von Wertberichtigungen in Hongkong (8 Mio. €) und Russland (6 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2025 beläuft sich der Gesamtsteuervorteil aus zuvor nicht aktivierten Steuerverlusten, Steuergutschriften oder temporären Differenzen aus Vorjahren, die zu einer Reduzierung des laufenden Steueraufwands führen, auf 5 Mio. € (2024: 1 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2025 spiegelt der Posten ‚Änderung von Steuersätzen‘ im Wesentlichen die künftige Steuersatzsenkung in Deutschland wider, die bei der Bewertung latenter Steuern bereits berücksichtigt ist. Für das Jahr 2024 ergaben sich Effekte aus der Änderung von Steuersätzen im Wesentlichen in der Schweiz.

Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der OECD-Modellregeln der zweiten Säule (Globale Mindeststeuer). Des Weiteren wendet der Konzern die Ausnahme von IAS 12 auf den Ansatz und die Angabe von Informationen über latente Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit der Globalen Mindeststeuer an.

Unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Mindeststeuer-Gesetzes erfasste der Konzern für das Jahr 2025 einen laufenden Ertragsteueraufwand von 10 Mio. € (2024: 4 Mio. €). Dieser wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung in die Einkommensteuer einbezogen.