Geschäftsbericht 2025

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Fußballspieler im blauen Japan-Trikot von adidas lächelt im Stadion. (Foto)

Unsere Ziele

E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Bei der Festlegung der Ziele unserer Klimastrategie folgen wir den SBTi-Leitlinien, um uns am 1,5-Grad-Pfad auszurichten. Dementsprechend sind Kompensationen und vermiedene Emissionen in unseren Science-Based Targets nicht enthalten. Darüber hinaus wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

  • Wir haben die absolut erforderliche Reduzierung auf der Grundlage einer definierten Annahme zum Geschäftswachstum und entsprechender Produktionsprognosen berechnet (in Übereinstimmung mit den Annahmen zum Geschäftswachstum, die für die bereits vorgestellte Szenarioanalyse verwendet wurden).

  • Wir haben Annahmen zu den Entwicklungen unserer Hauptbeschaffungsländer in den kommenden Jahren getroffen, ergänzt durch Erkenntnisse aus einer externen Studie zur Entwicklung des Energienetzes.

Wir haben auch Zulieferer hinzugezogen, um unsere Klimastrategie zu validieren und sie zu mehr Engagement und Einsatz zu bewegen. Wir überwachen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen, indem wir die entsprechenden Meilensteine verfolgen und berichten.

Zusätzlich zu den Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels setzen wir kontinuierlich Anpassungsmaßnahmen um, die sich mit physischen Klimarisiken befassen, wie in der Tabelle SBM-3 Resilienzanalyse dargelegt. Auch wenn adidas keine spezifischen Ziele zur Anpassung festgelegt hat, tragen diese Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz an unseren Standorten und in unserer Beschaffungskette bei.

Weitere Einzelheiten zur Berechnung unserer Treibhausgasemissionen und unserem Zielsetzungsansatz: SIEHE ESRS E1-6 – THG-Bruttoemissionen der KateGorien SCOPE 1, 2, 3 SOWIE THG-GESAMTEMISSIONEN

Detaillierte Beschreibung unserer Hebel und Maßnahmen unserer Klimastrategie: SIEHE ESRS E1-1 – ÜBERGANGSPLAN FÜR DEN KLIMASCHUTZ SIEHE E1-3 – MASSNAHMEN UND MITTEL IM ZUSAMMENHANG MIT DEN KLIMAKONZEPTEn

E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Umfang

 

Ziele unserer Klimastrategie1,2,3

 

2025

 

2024

 

Basisjahr4

 

Fortschritt ggü. Basisjahr

Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen
(in Tonnen CO
2e)

 

Bis 2030 Reduzierung um 70 % gemessen am Basisjahr 2022

 

127.983

 

135.814

 

164.149

 

–22 %

Scope-3-Treibhausgasemissionen
(in Tonnen CO
2e)

 

Bis 2030 Reduzierung um 42 % gemessen am Basisjahr 2022

 

6.236.869

 

5.248.523

 

6.578.270

 

–5 %

Scope-1- bis Scope-3-Treibhausgasemissionen pro Produkt
(Kohlenstoffintensität,
in kg CO
2e)5

 

Bis 2025 Reduzierung um 9 % gemessen am Basisjahr 2022

 

5,87

 

6,11

 

6,45

 

–9 %

Scope-1- bis Scope-3-Treibhausgasemissionen
(in Tonnen CO
2e)

 

Netto-Null-Treibhausgasemissionen in unserer Wertschöpfungskette
bis 20506

 

6.364.851

 

5.384.337

 

6.742.419

 

–6 %

1

Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, einschließlich der Scope-2-Treibhausgasemissionen, verwenden marktbezogene Emissionen.

2

Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, einschließlich der Scope-3-Treibhausgasemissionen, haben eine Zielobergrenze, die biogene Emissionen und den Abbau von Bioenergie-Rohstoffen beinhaltet.

3

In Abstimmung mit SBTi schließen wir Emissionen der Kategorie 3.11 ‚Nutzung verkaufter Produkte‘ aus unseren kurz- und langfristigen Reduktionszielen aus.

4

Das Jahr 2022 wurde als Basisjahr ausgewählt, da es typische Betriebsbedingungen ohne wesentliche Anomalien, die sich auf Emissionen oder Produktion auswirken, widerspiegelt.

5

Bezieht sich auf hergestellte Produkte.

6

Gemäß SBTi-Kriterien verfolgen wir das Netto-Null-Ziel, indem wir alle möglichen absoluten CO2e-Emissionen um mindestens 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022 durch direkte Reduktionsmaßnahmen einsparen und verbleibende Treibhausgasemissionen durch dauerhafte CO2e-Entfernung und -Speicherung neutralisieren.

Wir haben unser Ziel für 2025 erreicht und eine Reduzierung der CO2e-Intensität unserer Produkte in Scope 1-3 um 9 % erzielt (Basisjahr 2022). Dieses Ergebnis ist auf die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette und unsere kontinuierlichen Bemühungen, die Emissionsintensität vom Geschäftswachstum zu entkoppeln, zurückzuführen.

Die Fortschritte im Laufe des Jahres wurden durch die Umsetzung wichtiger Maßnahmen zur Emissionsminderung unterstützt, darunter erhebliche Fortschritte beim schrittweisen Kohleausstieg bei unseren Zulieferern, wo umsetzbar, die verstärkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien an unseren eigenen Standorten und in unserer Beschaffungskette sowie die weitere Skalierung kohlenstoffärmerer Materialien.

adidas setzt sich weiterhin für die Förderung seiner Maßnahmen zum Klimaschutz und sein langfristiges Dekarbonisierungsziel ein. Das Unternehmen wird die Entwicklungen auf dem Markt, im Technologiebereich und im regulatorischen Umfeld entlang der gesamten Wertschöpfungskette beobachten, um messbare Fortschritte zu unterstützen und sicherzustellen, dass unser Ansatz zum Übergang auch in Zukunft fundiert und reaktionsfähig bleibt.

E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix

E1-5 Energieverbrauch1 an eigenen Standorten (MWh)

 

 

2025

 

2024

 

Basisjahr2

 

Veränderung gegenüber Basisjahr

Fossile Energiequelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Fossiler Strom

 

202.263

 

244.741

 

291.377

 

 

Erdgas

 

66.612

 

63.993

 

59.834

 

 

Heizöl

 

4.292

 

4.322

 

4.391

 

 

Diesel (Notstromaggregat)

 

264

 

360

 

371

 

 

Fernwärme

 

9.419

 

25.655

 

26.652

 

 

Diesel (Firmenfahrzeuge)

 

9.320

 

10.434

 

16.034

 

 

Benzin (Firmenfahrzeuge)

 

14.375

 

15.179

 

16.503

 

 

Kernenergie3

 

17.904

 

40.529

 

 

 

Gesamtverbrauch an fossiler Energie

 

324.449

 

405.213

 

415.162

 

–22 %

Erneuerbare Energiequelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitzel zur Verbrennung (Heizung)

 

41

 

43

 

38

 

 

Grüner Strom, gebunden

 

5.876

 

5.296

 

65.226

 

 

Grüner Strom aus VPPAs

 

32.612

 

 

 

 

Grüner Strom, ungebunden

 

115.216

 

77.575

 

11.388

 

 

Grünes Gas

 

 

 

10.327

 

 

Grüne Fernwärme

 

18.934

 

 

 

 

Vor-Ort-Verbrauch von Solarenergie aus Eigenerzeugung

 

11.158

 

9.152

 

8.398

 

 

Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie

 

183.837

 

92.066

 

95.377

 

93 %

Energieverbrauch gesamt

 

508.286

 

497.278

 

510.539

 

–0,4 %

1

Der Energieverbrauch wird gemäß dem unteren Heizwert des Brennstoffs bestimmt, wie in den IPCC-Leitlinien, Anhang II, festgelegt.

2

Das Jahr 2022 wurde als Basisjahr ausgewählt, da es typische Betriebsbedingungen widerspiegelt ohne wesentliche Abweichungen, die sich auf Emissionen oder Produktion auswirken.

3

Daten zu Kernenergie werden ab 2024 erhoben.

Über die Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Standorte haben wir im Jahr 2025 insgesamt 15.751 MWh Strom erzeugt (2024: 13.683 MWh). Davon wurden 11.158 MWh von unseren eigenen Standorten direkt verbraucht (2024: 9.152 MWh), und 4.593 MWh wurden ins öffentliche Stromnetz eingespeist (2024: 4.530 MWh).

adidas gehört zu den Unternehmen, die in klimaintensiven Sektoren tätig sind – der Fertigung (Textilien und Bekleidung, Leder und Schuhe) sowie dem Groß- und Einzelhandel. Obwohl wir über keine bedeutenden eigenen Produktionsstätten verfügen, basiert unser Geschäftsmodell auf der Beschaffung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Fertigerzeugnissen, die von unabhängigen Zulieferern hergestellt werden. Insofern entspricht der Umsatz aus Aktivitäten in klimarelevanten Bereichen unserem Umsatz, der in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen ist.

Energieintensität pro Nettoumsatzerlös1

 

 

2025

 

2024

 

Veränderung

Energieintensität pro Nettoerlös (Mwh pro Mio. in €)

 

20,5

 

21,0

 

–2 %

1

Nettoumsatzerlös als adidas Umsatz ausgewiesen (2025: 24.811 Mio. €).

E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen1

 

 

Rückblickend

 

Meilensteine und Klimatstrategieziele

 

 

2025

 

2024

 

Veränderung

 

Basisjahr

 

Fortschritt ggü. Basisahr

 

2025

 

2030

 

2050

 

Jährlicher Durchschnitt (%) ggü. Basisjahr

Scope-1-Emissionen (in Tonnen CO2e)

 

20.839

 

20.844

 

—%

 

21.856

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scope-2-Emissionen, marktbezogen (in Tonnen CO2e)

 

107.143

 

114.970

 

–7 %

 

142.293

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwaltungsstandorte

 

13.843

 

21.301

 

–35 %

 

13.354

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Distributionszentren

 

5.222

 

18.994

 

–73 %

 

21.647

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigene Einzelhandelsgeschäfte

 

87.432

 

72.890

 

20 %

 

104.480

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Showrooms

 

646

 

1.785

 

–64 %

 

2.812

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scope-2-Emissionen, standortbezogen (in Tonnen CO2e)

 

166.752

 

164.079

 

2 %

 

164.400

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwaltungsstandorte

 

25.461

 

25.069

 

2 %

 

24.005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Distributionszentren

 

25.752

 

25.911

 

–1 %

 

28.614

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigene Einzelhandelsgeschäfte

 

114.021

 

111.287

 

2 %

 

108.885

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Showrooms

 

1.518

 

1.812

 

–16 %

 

2.896

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scope-1- und Scope-2-Emissionen, marktbezogen (in Tonnen CO2e)

 

127.983

 

135.814

 

–6 %

 

164.149

 

–22 %

 

 

 

–70 %

 

 

 

–9 %

Scope-1- und Scope-2-Emissionen, standortbezogen (in Tonnen CO2e)

 

187.591

 

184.923

 

1 %

 

186.256

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scope-3-Emissionen (in Tonnen CO2e)

 

6.236.869

 

5.248.523

 

19 %

 

6.578.269

 

–5 %

 

 

 

–42 %

 

 

 

–5 %

Erworbene Waren und Dienstleistungen

 

5.618.143

 

4.710.261

 

19 %

 

6.041.553

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorgelagerter Transport und Vertrieb

 

383.810

 

316.684

 

21 %

 

343.556

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschäftsreisen

 

63.092

 

66.332

 

–5 %

 

36.158

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwendung verkaufter Produkte2

 

1.128.317

 

994.948

 

13 %

 

1.057.515

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer

 

171.823

 

155.246

 

11 %

 

157.002

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtemissionen ohne Verwendung verkaufter Produkte (marktbezogen in Tonnen CO2e)

 

6.364.851

 

5.384.337

 

18 %

 

6.742.418

 

–6 %

 

 

 

 

 

Netto-Null3

 

–3 %4

Gesamtemissionen ohne Verwendung verkaufter Produkte (standortbezogen in Tonnen CO2e)

 

6.424.460

 

5.433.446

 

18 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CO2e-Intensität (in kg CO2e)5

 

5,87

 

6,11

 

–3,9 %

 

6,45

 

–9 %

 

–9 %

 

 

 

 

 

–3 %

1

Einzelheiten sind den erläuternden Hinweisen zu unseren berichteten THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, und 3 sowie THG-Gesamtemissionen zu entnehmen.

2

In Abstimmung mit SBTi schließen wir Emissionen der Kategorie 3.11 ‚Nutzung verkaufter Produkte‘ aus unseren kurz- und langfristigen Reduktionszielen aus.

3

Gemäß SBTi-Kriterien verfolgen wir das Netto-Null-Ziel, indem wir alle möglichen absoluten CO2e-Emissionen um mindestens 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022 durch direkte Reduktionsmaßnahmen einsparen und verbleibende Treibhausgasemissionen durch dauerhafte CO2e-Entfernung und -Speicherung neutralisieren.

4

Geht von einer Reduzierung aller möglichen Treibhausgasemissionen (um mehr als 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022) durch direkte Reduktionsmaßnahmen aus, bevor die verbleibenden Treibhausgasemissionen durch Kompensationsmaßnahmen neutralisiert werden.

5

Gesamtemissionen (marktbezogen) pro hergestelltem Produkt.

Erläuternde Hinweise zu unseren berichteten THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

  • Unsere Treibhausgasemissionen werden in Übereinstimmung mit den Methoden des GHG-Protokolls und den in ESRS E1-6 dargelegten Anforderungen berichtet.
    Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Änderungen im Zusammenhang mit unserer Wertschöpfungskette oder des Konsolidierungskreises, die zu einer Änderung der Methodik zur Darstellung des bisherigen Fortschritts bei der Erreichung unserer Klimastrategieziele führten. SIEHE ESRS E1-1 – ÜBERGANGSPLAN FÜR DEN KLIMASCHUTZ

  • Die Scope-1- und -2-Treibhausgasemissionen beziehen sich auf unsere eigenen Standorte, einschließlich Verwaltungsbüros, Distributionszentren, Produktionsstätten und eigene Einzelhandelsgeschäfte. Die Emissionen werden auf der Grundlage von 78 % der gemeldeten Umweltmengen (Primärdaten) in den Datenerfassungssystemen für Gesundheit und Sicherheit, Umwelt und Energie (HSEE) unserer eigenen Betriebe berechnet. Die Berechnung der verbleibenden 22 % erfolgt durch Hochrechnungen der auf Anlagen- oder Standortebene gesammelten Primärdaten auf Unternehmensebene auf der Grundlage der Brutto-Mietfläche (in m3). Im Jahr 2025 wurden unsere marktbasierten Stromemissionen durch den Einsatz vertraglicher Instrumente berücksichtigt. Der Anteil des gekauften oder erworbenen Stroms am Gesamtstromverbrauch war wie folgt: 2 % für Ökostromtarife, 31 % für ungebundene Grünstromzertifikate und 9 % für VPPAs in Europa. Darüber hinaus wenden wir in unserer Berechnung Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen an. Für Scope-1-Treibhausgasemissionen verwenden wir die vom GHG Protocol veröffentlichten Emissionsfaktoren, für Scope 2 verwenden wir Emissionsfaktoren der Internationalen Energieagentur (IEA) für Emissionen aus Strom und des Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) bezogen auf Fernwärme.

  • Scope-3-Treibhausgasemissionen beziehen sich auf bestimmte vor- und nachgelagerte Kategorien der Wertschöpfungskette, die aufgrund ihrer Größe signifikant sind (siehe unten). Wo immer verfügbar, verwendet adidas Primärdaten in den Berechnungen (Beispiele für verwendete Primärdaten sind der jährliche Materialverbrauch, die jährlichen Verkaufsvolumen, der Energieverbrauch wichtiger Zulieferer sowie Versanddaten für die eingehende Logistik). Gesammelte Primärdaten werden durch Lebenszyklusbewertungsdaten (LCA) ergänzt und damit abgeglichen. Dies erfolgt über ein Tool, das speziell zur Berechnung von THG-Emissionen entwickelt wurde. Darüber hinaus werden Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen wie DEFRA, IEA und PEFCR (Product Environmental Footprint Category Rules) verwendet.

  • Scope-3-Treibhausgasemissionen umfassen die folgenden wichtigen Kategorien:

    • Erworbene Waren und Dienstleistungen: Diese Kategorie berücksichtigt die Produktion und Verarbeitung von Rohstoffen, für die die Auswirkungen auf Basis von Materialmengen und Lebenszyklusanalyse-Daten geschätzt werden. Die Werte des Berichtsjahres umfassen die Produktionssaisons FS25 und HW25. Alle wesentlichen Produktionsprozesse sind berücksichtigt. Die Mengen an primärem, sekundärem und tertiärem Verpackungsmaterial sind ebenfalls enthalten. Diese werden basierend auf Verkaufsvolumen geschätzt, unter Verwendung von Zusammensetzungs- und Gewichtsannahmen der PEFCR. Darüber hinaus berücksichtigt diese Kategorie auch die Montagephase, für die die Auswirkungen durch Anwendung von Emissionsfaktoren auf den gemeldeten Energieverbrauch von strategischen Tier-1-Zulieferern geschätzt werden. Um die Auswirkungen nicht-strategischer Zulieferer (< 20 %) abzuschätzen, werden Beschaffungsvolumendaten herangezogen.

    • Vorgelagerter Transport und Vertrieb: Diese Kategorie berücksichtigt den eingehenden und ausgehenden Transport von Produkten. Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen werden die Mengen der versendeten Produkte für bestimmte Vertriebswege mit den Emissionsfaktoren des Transports kombiniert.

    • Geschäftsreisen: Diese Kategorie umfasst Emissionen aus Flugreisen von adidas Mitarbeitenden. Die Emissionsberechnungen basieren auf dem System für Geschäftsreisedaten.

    • Verwendung verkaufter Produkte: Diese Kategorie bezieht sich auf Emissionen, die durch Waschen, Trocknen und Bügeln verkaufter Produkte während ihrer gesamten Lebensdauer verursacht werden. Die Berechnung basiert auf durchschnittlichen Pflegezyklendaten aus den PEFCR und Lebenszyklusanalyse-Datensätzen. Im Einklang mit unseren SBTi-validierten Zielen schließen wir Scope-3-THG-Emissionen aus der Verwendung verkaufter Produkte aus unserer Gesamtrechnung der THG-Emissionen (Scope 1-3) aus.

    • Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer: Diese Kategorie bezieht sich auf Emissionen, die durch die Entsorgung verkaufter Produkte verursacht werden. Die Berechnung verwendet Schätzungen basierend auf Verkaufsvolumen und typischen Entsorgungswegen (z.B. Mülldeponie und Verbrennung).

  • Scope-3-Treibhausgasemissionen in den folgenden Kategorien werden aufgrund ihrer geschätzten Größenordnung und/oder anderer GHG-Protocol- oder ISO-Kriterien als für adidas unbedeutend angesehen. Diese Kategorien werden daher nicht in den berichteten Daten berücksichtigt: Investitionsgüter, Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie, Abfallaufkommen in Betrieben, Arbeitsweg der Beschäftigten, vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter, nachgelagerter Transport, Verarbeitung verkaufter Produkte, nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter, Franchises, Investitionen.

  • Der Prozentsatz der Scope-3-Emissionen, der anhand von Primärdaten berechnet wird, wird auf der Grundlage des Anteils der Emissionen ermittelt, für die adidas unternehmens- oder zuliefererspezifische Aktivitätsdaten wie Materialverbrauch, Energieverbrauch, Transportgewichte, Reiseaktivitäten und Verkaufsmengen verwendet. Wenn solche Aktivitätsdaten mit Emissionsfaktoren aus LCA-Datenbanken kombiniert werden, unterscheidet adidas zwischen der Herkunft der Aktivitätsdaten und der Quelle der Emissionsfaktoren: Die Aktivitätsdaten werden als primär klassifiziert, während die Emissionsfaktoren als sekundäre Eingaben behandelt werden, die zur Umrechnung der Aktivitätsdaten in CO2e-Emissionen verwendet werden. Die aus dieser Kombination resultierenden Emissionswerte werden als aus Primärdaten berechnet klassifiziert. In Kategorien, in denen sowohl primäre als auch sekundäre Aktivitätsdaten verwendet werden, werden konservative Gewichtungsannahmen angewendet. Bei Anwendung dieses Ansatzes werden 85,5 % der Scope-3-Emissionen anhand von Primärdaten berechnet.

  • adidas hat keine Scope-1-THG-Emissionen im Zusammenhang mit regulierten Emissionshandelssystemen.

  • adidas berichtet Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen im Umfang der Finanzberichterstattung wie im Konzernanhang 02 unter Konsolidierungsgrundsätze dargelegt. THG-Emissionen, wie in ESRS E1-6 50.b beschrieben, sind nicht zutreffend. SIEHE ERLÄUTERUNG 02

  • Biogene Emissionen in Scope 1-3 werden aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht separat ausgewiesen.

THG-Intensität pro Nettoerlös1

 

 

2025

 

2024

 

Veränderung in %

THG-Emissionsintensität pro Nettoerlös
(Tonnen CO
2e pro Mio. in €)

 

257

 

227

 

13 %

1

Nettoumsatzerlös als adidas Umsatz ausgewiesen (2025: 24.811 Mio. €)

E1-7 – Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2e-Zertifikate

adidas hat keine Initiativen zum Abbau oder zur Speicherung von Treibhausgasen und plant auch mittelfristig keine Umsetzung. Darüber hinaus erwirbt adidas derzeit keine CO2e-Zertifikate, um seine Klimastrategie zu unterstützen und sie in seiner Berechnung der Treibhausgasemissionen zu berücksichtigen, und plant dies auch in absehbarer Zukunft nicht.

Unsere Klimastrategie beschreibt unsere Maßnahmen und Ziele zur Reduzierung künftiger Treibhausgasemissionen, die auf den 1,5-Grad-Pfad ausgerichtet sind und zu einer Netto-Null-Zukunft beitragen. Gemäß SBTi-Leitlinie werden wir den Kauf und die Stilllegung von CO2e-Emissionszertifikaten langfristig nur in Betracht ziehen (unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Methodik und Rahmenwerke), um potenziell verbleibende Treibhausgasemissionen zu neutralisieren, für die Maßnahmen zur Reduzierung nicht realisierbar sind (mit einem Maximum von 10 % gegenüber dem Basisjahr 2022).

E1-8 – Interne CO2e-Bepreisung

Um die Ziele der Klimastrategie von adidas zu erreichen, werden die verschiedenen oben dargestellten Maßnahmen und Initiativen entlang von Meilensteinen mit klar definierten Verantwortlichkeiten vorangetrieben. Die Fortschritte bei diesen Meilensteinen werden regelmäßig überwacht, verfolgt und berichtet, um eine zeitnahe und effektive Umsetzung zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt die Einbindung des Dekarbonisierungsziels in das LTI-Programm des Vorstands ein zusätzliches Steuerungsinstrument dar, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen auf unsere Klimastrategie ein relevanter Faktor bei unseren Entscheidungen sind (z.B. Materialauswahl, Investitionen in erneuerbare Energien). Wir sind zuversichtlich, dass dieser Ansatz für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen ausreichend ist. Daher sind wir der Meinung, dass die Einführung eines internen Programms zur CO2e-Bepreisung zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert für die Umsetzung der Klimastrategie von adidas darstellt.

Netto-Null
Gemäß der ,Science Based Target’-Initiative (,SBTi’) sind Netto-Null-Emissionen dann erreicht, wenn die durch den Menschen verursachten THG-Emissionen durch die Entfernung derselben Emissionsmenge aus der Atmosphäre über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sind (,Netto-Null'-Zukunft). Dies ist auf einem globalen Niveau notwendig, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu limitieren. In Abstimmung mit den SBTi-Kriterien verfolgen wir das Netto-Null-Ziel, indem wir alle möglichen absoluten CO2e-Emissionen um mindestens 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022 durch direkte Reduktionsmaßnahmen einsparen und verbleibende Treibhausgasemissionen durch eine dauerhafte CO2e-Entfernung und -Speicherung neutralisieren.