Geschäftsbericht 2025

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Fußballspieler im blauen Japan-Trikot von adidas lächelt im Stadion. (Foto)

Strategie

SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Um unsere Mission, die weltweit beste Sportartikelmarke zu sein, zu erfüllen, konzentriert sich unser Geschäftsmodell auf das Design und die Entwicklung von Performance- und Lifestyle-Produkten, die bei unseren Konsument*innen gut ankommen. Unser Ziel ist es, Trends zu setzen, Innovationen voranzutreiben und schnell auf Konsumentenwünsche zu reagieren, um letztendlich die Attraktivität unserer Marke zu verstärken. Unsere Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit unabhängigen Zulieferern in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette, zu der Tier-4-Zulieferer (und darüber hinaus) für die Rohstoffbeschaffung, Tier-3- und Tier-2-Zulieferer für die Materialherstellung, Spinnerei, Färberei und Veredelung sowie Tier-1-Zulieferer für die Montage der adidas Produkte gehören. Unsere Umsatzerlöse sind global diversifiziert. Eine detaillierte Übersicht ist im Abschnitt ‚Märkte und Vertriebskanäle‘ zu finden. siehe Märkte und Vertriebskanäle

Wir entwerfen und entwickeln Produkte an unseren eigenen Standorten, treten über Marketing und Vertrieb mit Konsument*innen in Kontakt und passen unser globales Distributionsnetzwerk an die Bedürfnisse unserer Vertriebskanäle und Konsument*innen an. Wir reagieren auf die Präferenzen der Konsument*innen, arbeiten mit Investoren zusammen und kooperieren mit Marken und Designern, um die Nachfrage nach unseren Produkten zu steigern. Um diese Geschäftsaktivitäten voranzutreiben, sind wichtige Input-Faktoren erforderlich, um für unsere Investoren, Konsument*innen und Geschäftspartner*innen Mehrwert zu schaffen, indem wir innovative Produkte und nachhaltige Angebote schaffen, die Nachfrage der Konsument*innen bedienen und die Attraktivität der Marke stärken (Output-Faktoren).

Unsere Produkte sind so konzipiert, dass sie in der nachgelagerten Wertschöpfungskette positive Ergebnisse erzielen, wie z.B. verbesserte Leistungen der Athlet*innen, höhere Konsumentenzufriedenheit, gesteigerte Produktnachfrage und Markenattraktivität. Darüber hinaus arbeiten wir daran, negative ESG-Auswirkungen und Risiken unserer Geschäftstätigkeit in unserer gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren – von der verantwortungsvollen Beschaffung von Materialien bis hin zur Minimierung von Umwelt- und Sozialauswirkungen durch unsere Due-Diligence-Prozesse und Arbeitsplatzstandards bei unseren Hauptzulieferern. Obwohl wir positive Ergebnisse anstreben, sind wir uns bewusst, dass auch negative Ergebnisse auftreten können. Wir bleiben unserer Verpflichtung treu, attraktive Investitionen mit der Reduzierung negativer ESG-bezogener Auswirkungen in Einklang zu bringen, um den langfristigen finanziellen und Markenerfolg sicherzustellen.

Unser Geschäftsmodell und unser Betriebsmodell ermöglichen es uns, schnell zu reagieren und uns an eine sich ständig verändernde Welt anzupassen – sei es in Bezug auf die sich wandelnden Anforderungen der Konsument*innen, geopolitische Entwicklungen, die sich auf unsere Beschaffung und Beschaffungskette auswirken können, oder ökologische und soziale Veränderungen an den Standorten, an denen wir oder unsere Geschäftspartner tätig sind. Diese Flexibilität bildet in Verbindung mit unserem Risikomanagementsystem die Grundlage unserer Resilienz, vor allem langfristig, aber auch kurz- bis mittelfristig. Die wichtigsten Elemente unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie werden im Abschnitt ‚Beschreibung des Geschäftsmodells‘ (und den dazugehörigen Unterabschnitten) ausführlich erläutert. Weitere Informationen zum Prozess und den Ergebnissen der Risiko- und Chancenbewertung unseres Unternehmens sind im Risiko- und Chancenbericht zu finden. Darüber hinaus enthält unsere Übersicht über das Geschäftsmodell eine anschauliche Grafik, die die wichtigsten Inputs, Outputs und Auswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten sowie die beteiligten Akteure in der Wertschöpfungskette zusammenfasst. siehe Übersicht über das Geschäftsmodell siehe Risiko- und Chancenbericht

Anzahl der Mitarbeitenden nach geografischen Gebieten

Zum Ende des Berichtszeitraums beschäftigte adidas weltweit rund 64.938 Mitarbeiter*innen. Die geografische Verteilung unserer Mitarbeiter*innen stellt sich wie folgt dar.

SBM-1 – Zahl der Beschäftigten nach geografischen Gebieten

 

 

2025

 

2024

Regionen

 

 

 

 

Emerging Markets

 

13.419

 

12.267

Europa

 

18.816

 

18.470

China

 

8.998

 

8.718

Japan/Südkorea

 

4.396

 

4.236

Lateinamerika

 

7.042

 

6.331

Nordamerika

 

12.267

 

12.013

Gesamt

 

64.938

 

62.035

Ziele im Bereich Nachhaltigkeit

Unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit ist in unserem Unternehmenszweck verankert: ‚Durch Sport können wir Leben verändern‘. Um diese Verpflichtung zu unterstreichen, setzen wir uns Ziele und Ambitionen, messen Fortschritte und bauen starke Partnerschaften auf. So sind wir in der Lage, Maßnahmen zu entwickeln und voranzutreiben, um negative Auswirkungen zu reduzieren oder positive Auswirkungen in unseren Schwerpunktbereichen (die in unserer Nachhaltigkeitserklärung ausführlich dargestellt werden) zu verstärken. Unsere Verpflichtung geht über einzelne Produkte, Materialien, Konsumentengruppen oder Regionen hinaus – wir konzentrieren uns auf die Entwicklung von Lösungen in großem Maßstab. Wir werden uns weiterhin mit der Branche und anderen gleichgesinnten Akteuren zusammenschließen, um einen systemischen Wandel voranzutreiben. Ebenso werden wir unsere Beschäftigten weiterhin dazu befähigen, Botschafter*innen für Nachhaltigkeit zu werden sowie Konsument*innen weltweit einladen, sich mit uns zum Thema Nachhaltigkeit auszutauschen und zu vernetzen. Nicht zuletzt sind wir bestrebt, in unserer gesamten Beschaffungskette hohe Standards bei den Sozialstandards einzuhalten. Weitere Informationen zu unseren einzelnen Zielen sind in den jeweiligen Abschnitten zu Kennzahlen und Zielen in den themenbezogenen Standards dieser Nachhaltigkeitserklärung zu finden.

SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Es ist für uns zentral, dass wir uns mit den Themen befassen, die für unser Unternehmen und unsere Stakeholder am wichtigsten sind. Um diese Themen zu identifizieren, führen wir einen aktiven Dialog mit unseren Stakeholdern und berücksichtigen ihre Ansichten und Meinungen bei Entscheidungen, die unser Tagesgeschäft beeinflussen. Wir stehen in ständigem Austausch mit relevanten Stakeholdergruppen wie Konsument*innen, Zulieferern, Geschäftspartnern, Investoren, NGOs oder Mitarbeitenden, um Feedback von Stakeholdern zu erhalten und auf deren Anliegen einzugehen. Dies ist ein integraler Bestandteil unserer Due-Diligence-Maßnahmen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltauswirkungen sowie die Gestaltung unserer Sozial- und Umweltstrategien und -pläne.

Unsere Stakeholder sind Einzelpersonen und Organisationen, deren Interessen mit denen unseres Unternehmens verknüpft sind. Zu diesen Stakeholdern zählen:

  • adidas Mitarbeiter*innen

  • Entscheidungsträger*innen: Regierungen, Fachverbände, Shareholder und der Vorstand

  • Geschäftspartner*innen: Zulieferbetriebe, Lizenznehmer und Dienstleistende

  • Beschäftigte in den Zulieferbetrieben

  • Menschenrechtsverteidigende: Gewerkschaften und Community-Aktivist*innen

  • Meinungsmacher*innen: Journalist*innen, Mitglieder von Kommunen, Akademiker*innen und spezielle Interessengruppen

  • Kunden: Sportprofis, Distributoren, Einzelhandel und Konsument*innen

Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern sowie das Schaffen von mehr Transparenz stehen seit Langem im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Die adidas Richtlinie zum Umgang mit Stakeholdern legt die Grundprinzipien für die Entwicklung von Stakeholder-Beziehungen und die verschiedenen Formen des Stakeholder-Dialogs fest. Sie betont, wie wichtig es ist, den sich wandelnden Erwartungen unserer Stakeholder gerecht zu werden, und fördert eine offene und ehrliche Kommunikation, die Vertrauen und Zusammenarbeit schafft. Unsere Grundsätze für die Entwicklung von Stakeholder-Beziehungen sind:

  • Stakeholder, die von den Geschäftsaktivitäten von adidas betroffen sind, haben das Recht, über unsere Aktivitäten informiert zu werden, an einem transparenten Stakeholder-Dialog teilzunehmen und in für sie relevante Themen und Chancen einbezogen zu werden.

  • Unsere Stakeholder werden zeitnah und genau über unsere Geschäftsaktivitäten informiert. Wir werden ihre Bedürfnisse und Bedenken berücksichtigen, wenn wir Entscheidungen im Namen des Unternehmens treffen.

  • Wir werden aktiv um Input und Feedback von Stakeholdern zu Geschäftsentscheidungen bitten und auf das erhaltene Feedback reagieren.

  • Wir ermutigen Stakeholder, die Art und Weise zu bestimmen, in der sie konsultiert werden möchten, und bemühen uns, flexibel zu bleiben und auf die Präferenzen der Stakeholder einzugehen.

  • Wir identifizieren, bewerten und adressieren potenzielle Stakeholder und Risiken für den adidas Konzern, um eine hohe Qualität des Dialogs und der Ergebnisse zu gewährleisten.

  • Diejenigen, die im Namen von adidas handeln, müssen bereit sein, sich von Stakeholdern beeinflussen zu lassen und ggf. auf deren Input einzugehen, auch wenn dies eine Änderung der Geschäftspläne des Unternehmens bedeutet.

  • Wir respektieren die Werte und die Kultur jedes einzelnen Stakeholders. Bei Meinungsverschiedenheiten mit Stakeholdern, die nicht beigelegt werden können, respektieren unsere Mitarbeitenden die Vielfalt der geäußerten Meinungen.

Die Stakeholder von adidas sind vielfältig, was sich in einer Vielzahl von Engagements niederschlägt, von denen einige bereits seit vielen Jahren bestehen, während andere auf aktuelle Themen oder Trends fokussiert sind, die kritisches Feedback erfordern. Unsere vielfältigen Stakeholder-Dialoge reichen daher von einfacher Kommunikation über Konsultation und Dialoge bis hin zu weitergehenden Prozessen wie Beiräten oder Multi-Stakeholder-Foren. Die häufigsten Formen des Stakeholder-Dialogs sind:

  • Durchführung formeller Stakeholder-Konsultationen (Stakeholder-Dialoge) mit Beschäftigten, Gewerkschaftsvertretern, NGOs und Zulieferern

  • Treffen mit Investoren und Investmentanalysten

  • Dialoge mit den Mitarbeitenden durch Umfragen, interne Information, Berichterstattung und Einführungsprogramme, aber auch über Beschwerdekanäle an das Senior Management und die Betriebsräte

  • Beantwortung von Anfragen von Konsument*innen, Medien und Behörden

  • Zusammenarbeit mit anderen Marken und Unternehmen in gemeinsamen Initiativen

  • Teilnahme an Multi-Stakeholder-Initiativen

  • Kontaktaufnahme mit der akademischen Community, Regierungsorganisationen und Regierungen

Unabhängig von der Art des Dialogs werden wir versuchen, sicherzustellen, dass der Ansatz mindestens die wichtigsten Erwartungen der Stakeholder erfüllt, dass die Anliegen, Wahrnehmungen und Standpunkte der Stakeholder vollständig und genau zum Ausdruck gebracht und aufgezeichnet werden können und dass wir in der Lage sind, eine kohärente Antwort auf die Erwartungen und Anliegen der Stakeholder zu geben.

Der Stakeholder-Dialog fließt in unsere operativen Entscheidungen ein und trägt zur Verbesserung unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells bei. Durch den kontinuierlichen Austausch mit Investoren und Analysten sind wir beispielsweise über deren Erwartungen gut informiert und können entsprechend darauf reagieren. Ein weiteres Beispiel ist die Mitarbeiterbefragung (Employee Listening Survey), deren Ergebnisse sorgfältig analysiert und von den verschiedenen internen Unternehmensfunktionen und Teams umgesetzt werden. Wir nutzen auch Kooperationen und Partnerschaften, um systemische Veränderungen in unserer Branche voranzutreiben, z.B. bei den Bemühungen in der Beschaffungskette für Textilien und Schuhe, die Treibhausgasbilanz zu verbessern, die Chemikalienmanagementpraktiken zu stärken und die Sozial- und Umweltstandards zu erhöhen. Darüber hinaus stärken wir das Bewusstsein, die Fähigkeiten und das Wissen von Fabrikmanagern und Arbeiter*innen über Gesetze und Rechte, indem wir mit führenden Anbietern wie dem ‚Better Work‘-Programm der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Arbeitsrechte von ausländischen und Wanderarbeiter*innen in der Beschaffungskette von adidas respektiert werden.

Da sich die Konsumentennachfrage und die Interessen und Ansichten aller anderen Stakeholder im Laufe der Zeit ändern können, werden wir unseren Ansatz entsprechend anpassen, um sicherzustellen, dass wir diese Erwartungen erfüllen. Jede Funktion bei adidas passt ihre Maßnahmen kontinuierlich an die Erwartungen der Stakeholder-Gruppen an, basierend auf den Ergebnissen des Stakeholder-Dialogs. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir die Themen angehen, die für unser Unternehmen und unsere Stakeholder am wichtigsten sind, und die vor uns liegenden Herausforderungen meistern.

Bei unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (2024 durchgeführt und 2025 bestätigt) hat das interne Management die wichtigsten Interessen und Ansichten externer Stakeholder vertreten, wie in IRO-1 beschrieben. Dieser Ansatz ermöglichte es uns, ein klares Verständnis für die Interessen und Ansichten unserer wichtigsten Stakeholder zu erlangen und sie in unseren Diskussionen und Bewertungen der Wesentlichkeit für jedes Thema zu vertreten. Expert*innen und Führungskräfte aus allen relevanten Teams waren involviert, um ökologische, soziale und Governance-bezogene Perspektiven zu vertreten. siehe esrs 2 – iro-1 – Beschreibung des Verfahrens zur ermittlung und Bewertung der wesentlichen auswirkungen, risiken und chancen

Wir sind bestrebt, die Ansichten und Interessen unserer Stakeholder in Bezug auf Nachhaltigkeitsauswirkungen zu berücksichtigen. Da diese Auswirkungen bereichsübergreifend sind, informiert jedes Team, das mit unseren wichtigsten Stakeholder-Gruppen interagiert, seine Managementteams und den Vorstand regelmäßig und/oder ad hoc über alle relevanten größeren Veränderungen. Der Aufsichtsrat berichtet in jedem Geschäftsbericht öffentlich über den Inhalt seiner Sitzungen. SIEHE BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Weitere Informationen zum Stakeholder-Dialog (einschließlich wichtiger Stakeholder in verschiedenen Schwerpunktbereichen) sind in den themenbezogenen Standards oder auf unserer Website zu finden. ADIDAS-GROUP.COM/STAKEHOLDERENGAGEMENT

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Angaben zu den SBM-3-Datenpunkten sowie die Liste der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) sind in jedem themenbezogenen Standard aufgeführt, sofern zutreffend.

Lifestyle-Kategorie
In der Kategorie ‚Lifestyle‘ fassen wir alle Produkte aus den Bereichen Schuhe und Bekleidung sowie Accessoires zusammen, die vom Sport inspiriert sind und aus Stilgründen getragen werden. adidas Originals steht im Zentrum der Kategorie ‚Lifestyle‘ – die Marke ist vom Sport inspiriert und wird auf der Straße getragen.