Ausblick
Für das Jahr 2026 erwarten wir, dass makroökonomische Herausforderungen und geopolitische Spannungen anhalten werden und die Unsicherheit weiterhin hoch bleiben wird. Gleichzeitig wirkt sich das starke strukturelle Wachstum der globalen Sportartikelbranche weiterhin sehr positiv auf unser Geschäft aus. Da wir als globale Marke mit lokalem Mindset unsere Märkte gestärkt haben und zudem über eine starke Produktpipeline verfügen, gehen wir davon aus, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen. Infolgedessen werden wir den Erwartungen zufolge den währungsbereinigten Umsatz von adidas im Jahr 2026 im hohen einstelligen Prozentbereich steigern können. Mit Fokus auf qualitativ hochwertiges Umsatzwachstum und weitere Investitionen in unser Geschäft gehen wir davon aus, das Betriebsergebnis im Jahr 2026 auf einen Wert von rund 2,3 Mrd. € zu steigern.
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose des Managements zur künftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen. Der Ausblick basiert auf Einschätzungen, die wir anhand aller uns zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Geschäftsberichts verfügbaren Informationen getroffen haben. Diese Aussagen unterliegen zudem Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten des Unternehmens liegen. Sollten die dem Ausblick zugrunde liegenden Annahmen nicht zutreffend sein oder die beschriebenen Risiken oder Chancen eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen (sowohl negativ als auch positiv) deutlich von den in diesem Ausblick getroffenen Aussagen abweichen. adidas übernimmt keine Verpflichtung, außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften die in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. SIEHE RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums für 2026 aufgrund von erhöhter Unsicherheit1
Das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich im Jahr 2026 den Erwartungen zufolge auf 2,6 % abschwächen. Der Ausblick ist weiterhin mit erheblicher Unsicherheit verbunden und wird durch die nachlassende Wirkung von vorgezogenen Handelsaktivitäten, fortschreitenden geopolitischen Spannungen und die anhaltenden Auswirkungen höherer Zölle in großen Volkswirtschaften beeinflusst. Die Inflation schwächt sich weltweit zwar weiter ab, bleibt aber dennoch spürbar, was die Notenbanken dazu veranlasst, an ihrer vorsichtigen Haltung hinsichtlich einer Lockerung der Geldpolitik festzuhalten. In diesem Umfeld erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit dürfte das Verbrauchervertrauen in vielen Märkten, darunter Nordamerika, Europa und China, gedämpft bleiben, da sich die Haushalte weiterhin mit Kostendruck konfrontiert sehen. In den Industrieländern wird mit einem Wachstum von 1,6 % gerechnet, für die Entwicklungsländer hingegen mit 4,0 %. Es bestehen weiterhin signifikante Abwärtsrisiken, darunter verschärfte Handelsspannungen, weitere geopolitische Eskalationen, Störungen der Lieferkette, Schwankungen der Rohstoffpreise, ein erneutes Anziehen der Inflation und klimabedingte Ereignisse.
Sportartikelbranche dürfte ihre zugrunde liegende Dynamik beibehalten
Die globale Sportartikelbranche wird voraussichtlich auch 2026 und darüber hinaus ihre zugrunde liegende Dynamik beibehalten. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende sportliche Betätigung und das wachsende Gesundheitsbewusstsein, die anhaltende Beliebtheit funktionaler sowie sportinspirierter Produkte für den Alltag und die wachsende Nachfrage nach komfortablen Produkten angetrieben. Die weltweite Begeisterung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele und die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 dürfte die Sichtbarkeit der Branche erhöhen und das Verbraucherengagement sowie die Einzelhandelsaktivitäten steigern. Gleichzeitig wirken sich die erhöhte Unsicherheit und die makroökonomischen Herausforderungen weiterhin auch auf die Sportartikelbranche aus. Auch wenn die Inflation sich abschwächt, stehen die realen verfügbaren Einkommen weiter unter Druck und die Verbraucherstimmung in wichtigen Märkten bleibt gedämpft. Geopolitische Spannungen, Entwicklungen im Zusammenhang mit Zöllen sowie volatile Rohstoffpreise könnten zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen. In diesem Umfeld wird es für Unternehmen auch in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein, sich schnell und lokal an veränderte Konsumentenpräferenzen und ökonomische Bedingungen anpassen zu können.
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2025 |
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Ausblick 2026 |
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Umsatz |
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24.811 Mio. € |
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Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich1 |
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Betriebsergebnis |
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2.056 Mio. € |
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Anstieg auf einen Wert von rund 2,3 Mrd. € |
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Durchschnittliches operatives kurzfristiges Betriebskapital in % der Umsatzerlöse |
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23,0 % |
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zwischen 22 % und 23 % |
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Investitionen |
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477 Mio. € |
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rund 500 Mio. € |
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Währungsbereinigter Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet für 2026
Für das Jahr 2026 gehen wir von einem währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich aus. Weitere Marktanteilsgewinne werden durch die Stärkung unserer Märkte mit einem klaren Fokus auf lokale Konsumentenpräferenzen in Kombination mit einer starken Produktpipeline über Produktbereiche und ‑kategorien hinweg sowie erheblich verbesserte Beziehungen zu unseren Einzelhändlern getrieben. Darüber hinaus werden wirkungsvolle Marketinginitiativen ebenfalls zu unserem Markenmomentum und Umsatzanstieg beitragen.
Starkes Wachstum in allen Marktsegmenten erwartet
Unsere Marktanteile werden im Jahr 2026 voraussichtlich in allen Marktsegmenten ansteigen. Wir gehen davon aus, dass der währungsbereinigte Umsatz in Nordamerika, China, Emerging Markets, Lateinamerika und Japan/Südkorea im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen wird. Der währungsbereinigte Umsatz in Europa wird den Prognosen zufolge im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen.
Verbesserung des Betriebsergebnisses auf rund 2,3 Mrd. €
Wir werden weiterhin in Marketing- und Vertriebsaktivitäten investieren, um die Markendynamik und qualitativ hochwertiges Umsatzwachstum zu fördern. Diese Investitionen umfassen sowohl globale als auch lokale Sportarten, Aktivierungen für große Events, die Unterstützung von Produkteinführungen sowie Initiativen zur weiteren Stärkung der Beziehungen zu den Einzelhändlern. Trotz der zu erwartenden Belastungen durch höhere US-Zölle und unvorteilhafte Währungsentwicklungen gehen wir davon aus, die Profitabilität im Jahr 2026 weiter verbessern zu können und ein Betriebsergebnis in Höhe von rund 2,3 Mrd. € zu erreichen.
Durchschnittliches operatives kurzfristiges Betriebskapital von 22 % bis 23 %
Im Hinblick auf das kurzfristige Betriebskapital werden wir uns weiterhin darauf konzentrieren, Umsatzwachstum durch eine gute Produktverfügbarkeit und gesunde Vorratsbestände in allen unseren Märkten zu ermöglichen. Darüber hinaus unterstützen wir weiterhin unsere Partner im Einzelhandel und in der Fertigung. Demzufolge gehen wir davon aus, dass 2026 das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz ein Niveau zwischen 22 % und 23 % erreichen wird.
Investitionsausgaben in Höhe von rund 500 Mio. €
Zusätzlich zur Weiterentwicklung der bestehenden, hochmodernen Infrastruktur des Unternehmens werden wir weiter in unser Geschäft investieren. Infolgedessen rechnen wir im Jahr 2026 mit Investitionsausgaben in Höhe von rund 500 Mio. €.
Dividendenvorschlag von 2,80 € je Aktie
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der adidas AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 7. Mai 2026 eine Dividende in Höhe von 2,80 € je dividendenberechtigte Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einem Anstieg um 40 % im Vergleich zum Vorjahr (2025: 2,00 €). Der Vorschlag spiegelt die besser als erwarteten Ergebnisse im Jahr 2025, das starke Finanzprofil des Unternehmens sowie den zuversichtlichen Ausblick des Managements auf die Zukunft wider. Die Dividendenausschüttung in Höhe von 500 Mio. € (2025: 357 Mio. €) entspricht einer Ausschüttungsquote von 36 % des Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen, im Einklang mit dem in der Dividendenpolitik des Unternehmens vorgesehenen Zielkorridor. Die gesamten Cash-Rückflüsse an Aktionär*innen werden sich im Jahr 2026 voraussichtlich auf bis zu 1,5 Mrd. € belaufen, da das Unternehmen zusätzlich zur Dividendenausschüttung in Höhe von 500 Mio. € plant, im Laufe dieses Jahres Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. € zurückzukaufen. adidas beabsichtigt, die zurückgekauften Aktien einzuziehen. SIEHE UNSERE AKTIE
1 Quelle: World Bank Global Economic Prospects.
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